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Internationaler Frauentag im Haus Siekmann

Musik, Magie und Köstlichkeiten

Sendenhorst

Das internationale Frauenfest im Haus Siekmann war ein voller Erfolg. Angesichts des Andrangs mussten kurzfristig sogar weitere Tische und Stühle organisiert werden.

Der Andrang im Haus Siekmann war groß. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Frauenchor „Swinging Voices of bad Girls“ aus Münster. Foto: Pia Sofia Bartmann

Das diesjährige „Internationale Frauenfest“ in Sendenhorst übertraf alle Erwartungen. Mehr als 70 Frauen aus unterschiedlichen Kulturen waren am Freitag ins Haus Siekmann gekommen, um in toller Atmosphäre, bei gutem Essen sowie mit Musik und Zauberei einen unterhaltsamen Abend zu verbringen. „Uns war es wichtig, dass Frauen aus so vielen Kulturen wie möglich hierher kommen. Es soll ein Fest für alle sein. Und ich hoffe, dass alle einen tollen Abend haben werden“, begrüßte die städtische Gleichstellungsbeauftragte Martina Bäcker die Gäste, die sich das nicht zwei Mal sagen ließen.

Bereits kurz nach Beginn war die Tenne so voll, dass kurzfristig weitere Tische und Stühle organisiert werden mussten. Viele Ukrainerinnen aber auch Frauen aus dem Iran, aus Syrien und Deutschland hatten den Weg ins Haus Siekmann gefunden.

Neben internationalen Köstlichkeiten vom reichhaltigen Buffet, das Veranstalterinnen und Gäste mitgebracht hatten, standen auch drei besondere Highlights auf dem Programm. Nazanin Asgari vom Deutsch-Ausländischen Freundeskreis präsentierte ein iranisches Gedicht samt deutscher Übersetzung. „Es ist ein trauriges Gedicht, und ich möchte es der Frau im Iran widmen, die gestern von der iranischen Polizei getötet worden ist“, sagte sie.

Im Anschluss startete der aus Münster stammende Frauenchor „Swinging Voices of bad Girls“ mit Ina Müllers Song „Ich halt die Luft an“ durch. Für sie habe das Lied eine ganz besondere Bedeutung, erklärte eine Sprecherin des Chores. Als „Mut-Macher“ habe es sie und ihre Mitstreiterinnen durch die Corona-Zeit gebracht.

Passend zum Anlass hatten die Sängerinnen dazu deutsche und englische Lieder im Repertoire, die besonders den Mut und die Kraft von Frauen in den Vordergrund rücken sollten. Die 16 Frauen zwischen 30 und 60 Jahren sind eine eingeschweißte Truppe. Ihre sichtliche Freude und Begeisterung an dem, was sie tun, merkte man ihnen bei jedem der Lieder förmlich an.

Am Ende war es für alle Beteiligten ein erfolgreicher Abend, der helften soll, Brücken zu bauen und Frauen aus unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Religionen einander näherzubringen. „Wir hätten nie damit gerechnet, dass so viele Frauen heute den Weg zu uns finden. Heute sind mehr Menschen hier als jemals zuvor“, sagte Birgit Stumm von der Stadt Sendenhorst.

Für den Abschluss des Programms sorgte die junge Magierin Sarah Augmalie aus Telgte, die das Publikum mit ihrer Show förmlich verzauberte. Seit 2016 ist die Magie ein großer Teil im Leben der Schülerin, die bereits zusammen mit den „Ehrlich-Brothers“ im Fernsehen zu sehen war. Entsprechend souverän präsentiere Augmailie ihre Zauberkunststücke und stellte das Publikum vor so einige Rätsel – natürlich, ohne sich dabei in die berühmten Karten schauen zu lassen. Bei ihrer Mental-Magie mit Zahlen, einem Löffel sowie mit Handtaschentricks bezog sie auch die jungen Gäste mit ein. Trotz der bestehenden Sprachbarrieren klappten am Ende alle Tricks einwandfrei – und zauberten den Anwesenden ein breites Lächeln ins Gesicht.

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