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Albersloher Schützen sagen ihr Fest ab und hoffen auf kleine Aktionen

„Nicht so, wie wir das kennen“

Albersloh

Sie haben lange gewartet, doch nun sagen auch die Albersloher Bürgerschützen ihr Fest definitiv ab. Und geben sich doch nicht geschlagen: „Aber wir hoffen, dass wir eine Messe nebst Kranzniederlegung am Ehrenmal durchführen können“, meint Vorsitzender Udo Borgmann.

Von Christiane Husmann

Sie halten die Albersloher Schützenfestfahne auch in der Pandemie weiterhin tapfer hoch: König Christof „Hülse“ Hülsmann (l.) und Vorsitzender Udo Borgmann. Foto: Christiane Husmann

„Wir haben ja lange gewartet, bis wir jetzt das Schützenfest schweren Herzens absagen müssen“, bedauert Udo Borgmann, aber andeutend, dass er und seine Schützenbrüder einen möglichen Plan B in der Hinterhand halten. „Nicht so, wie wir das kennen, aber das eine oder andere könnte vielleicht doch stattfinden“, hofft der Vorsitzende des Traditionsvereins, der sich tapfer und nicht gänzlich geschlagen geben will.

Dass das große Schützenfest, bei dem gefühlt das ganze Dorf auf den Beinen ist, aktuell nicht gefeiert werden kann, dürfte niemanden überraschen. „Aber wir hoffen, dass wir eine Messe nebst Kranzniederlegung am Ehrenmal durchführen können“, sagt Udo Borgmann und ergänzt: „Und wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir einen Frühschoppen auf die Beine stellen können.“ Der solle unter den dann geltenden Corona-Schutzmaßnahmen und Berücksichtigung der AHA-Regeln an der frischen Luft stattfinden. „Quasi wie ein Biergarten mit Wechselschichten“, kann sich der Albersloher das vorstellen.

Königspaar geht in die dritte Amtszeit

Planbar ist zurzeit nur wenig. Auch die für das Frühjahr angepeilte Generalversammlung, bei der die Schützenbrüder mit ihrem Vorstand zusammenkommen, um sich abzustimmen, hatte nicht stattfinden können. „Wir haben natürlich weder Zelt noch Bewirtung gebucht“, so der Vorsitzende, der allerdings den Draht zu einer Live-Band heiß halten will – „das mit der Musik ist auf Standby gestellt.“ Auf Standby stehen auch der amtierende König Christof „Hülse“ Hülsmann mit Königin Henrike Seebröker und Kinderkönig Max Kuhlmann mit Kinderkönigin Mirja Kamp. Erstmals in der Geschichte des 136 Jahre alten Vereins hält eine Regentschaft über drei Jahre. „Die Könige und Königinnen haben für eine weitere Amtszeit zugesagt“, freut es den Vorsitzenden.

Der Schützenverein wäre wohl nicht der Schützenverein, wenn er seinen Humor verlöre: „Wir würden gerne als Probanden bei einem Modellversuch mitmachen – vielleicht können wir den selbst ernannten Schützenfestexperten Karl-Josef Laumann davon überzeugen“, fantasiert der Vorsitzende und schwärmt: „Alle könnten sich vorher mit Johnson und Johnson impfen lassen – nur einmal ein Piks, und wir könnten feiern.“ Das könne dann als „Blueprint“ für andere Vereinen gelten, mutmaßt der Vorsitzende, der zum Thema auch bekennt: „Wenn ich drei Wünsche frei hätte, wüsste ich, es wären Schützenfestsamstag, Schützenfestsonntag und Schützenfestmontag.“

Abschließend informiert Udo Borgmann noch darüber, dass die nächste Generalversammlung traditionell am Samstag vor dem ersten Advent stattfinden soll und versichert zum Verlauf möglicherweise stattfindender Aktionen: „Wir halten die Leute auf dem Laufenden.“

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