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Niklas Lütke-Verspohl ist „Bufdi“ bei der SG Sendenhorst

Ohne Sport geht’s bei ihm nicht

Sendenhorst

Ein Leben ohne Sport: Das ist für Niklas Lütke-Verspohl kaum vorstellbar. Vieles in seinem Leben hat mit Sport und Bewegung zu tun. Und so ist der Job als Bundesfreiwilligendienstler bei der SG Sendenhorst wohl genau der richtige für ihn.

Niklas Lütke-Verspohl arbeitet als Bundesfreiwilligendienstler bei der SG Sendenhorst und ist unter anderem in der Kita „Stoppelhopser“, in der OGS und im St.-Elisabeth-Stift im Einsatz. Foto: Josef Thesing

Allein ist Niklas Lütke-Verspohl allenfalls, wenn er wie an diesem Donnerstag an seinem Projekt im Homeoffice arbeitet. Viel Zeit bleibt dem jungen Mann dafür auch nicht. Der 19-Jährige ist viel unterwegs, und dabei dreht sich (fast) alles um Sport und Bewegung.

Und das mit allen Altersgruppen, von Kindern in der Kita bis hin zu Senioren. Und auch er selbst ist viel in Bewegung: Er kickt in der ersten Mannschaft der SG Sendenhorst und trainiert, wenn die Zeit es zulässt, bei den Handballern mit. „Ich bin wohl ein wenig sportverrückt“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

Orientierung nach dem Abi

Seit gut einem Monat ist Niklas Lütke-Verspohl Bundesfreiwilligendienstler – gemeinhin „Bufdi“ genannt – bei der SG Sendenhorst. Nach dem Abi am St. Michael in Ahlen habe er sich noch nicht so recht entscheiden können, was werden soll mit Studium oder Ausbildung. Aber es sollte auf jeden Fall etwas mit Sport sein, erzählt er. „Ich habe dann mal mit meinen Trainern gesprochen, was man machen könnte.“ Und dann hat er sich mit Thomas Erdmann, Geschäftsführer der SG, zusammengesetzt – und so war die Sache mit dem SG-„Bufdi“ nach Bewerbung und Zusage schnell fix.

39 Wochenstunden ist er nun in Sachen Bewegung – und auch ein wenig Verwaltung in der Geschäftsstelle – im Einsatz, und das nach einem festen und für alle verlässlichen Stundenplan. Drei Mal macht er sich morgens auf den Weg in die Kita „Stoppelhopser“, als Bewegungskindergarten Partner der SG. Dann geht es unter anderem zum Schwimmen ins Hallenbad oder zum Spielen und Klettern in die Westtorhalle.

Kita, OGS und Elisabeth-Stift

An drei Nachmittagen beschäftigt sich der junge Mann in der Turnhalle der KvG-Grundschule mit Kindern aus der OGS. Dort wird dann zum Beispiel mit jeweils acht Kindern Superball gespielt. Gewusel macht ihm nichts aus, sagt Niklas Lütke-Verspohl. Als Trainer der D-Jugend der SG – gemeinsam mit Luis Lackmann – hat er bis zu 30 junge Kicker zu „bändigen“. Eine C-Jugend der Handballer trainiert er übrigens auch.

Da geht es im St.-Elisabeth-Stift, in das sich Niklas Lütke-Verspohl zwei Mal die Woche morgens aufmacht, vermutlich etwas ruhiger zu als auf dem Sportplatz oder in der Halle. Gemeinsam mit dort Arbeitenden gibt es für die Bewohner Gymnastik-Runden, Bingo-Spiele, Spaziergänge und Kegeln. Kegeln? „Wir haben eine aus Holz selbstgebaute Bahn.“

Die Arbeit mit den Kita-Kindern macht ihm besonders viel Spaß, erzählt Niklas Lütke-Verspohl. „Die Kinder sind sehr schnell für Spielen, Spaß und Bewegung zu begeistern.“

Theorie im Homeoffice

Im Homeoffice geht es theoretisch zu. Während des Jahres als Bundesfreiwilligendienstler muss er ein Projekt fertigstellen. Die genauen Details stehen noch nicht fest, aber es werde ums Fußballspielen von klein auf gehen, erklärt er.

Apropos Theorie: 25 „Bildungstage“ gehören auch zum „Bufdi“-Jahr. Da geht es zum Beispiel für drei Tage nach Duisburg, wo unter anderem einfache Spiele mit einfachen Materialien auf dem Programm stehen. Aber auch schwerere Kost wie die Vorbeugung sexualisierter Gewalt im Sport.

Der Sport soll bei ihm später auch beruflich im Mittelpunkt stehen. Er kann sich vorstellen, im Bereich Sportmanagement oder auch im Scouting zu arbeiten, aber ganz sicher nicht nur am Schreibtisch, sagt Niklas Lütke-Verspohl. Zunächst geht es ihm darum, sich „persönlich weiterzuentwickeln“.

Theorie und Praxis im Bereich Sportmanagement biete zum Beispiel ein Duales Studium an der Uni Münster, also unweit der heimischen Sportplätze. „Das kann ich mir im Moment gut vorstellen“, meint er.

Doch einstweilen gibt es viel zu tun, inklusive der notwendigen Vorbereitung. „Es wird nie langweilig“, sagt der junge Sendenhorster.

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