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Gesundheitswesen

Papas Krankenhaus prägt alle: Die ganze Familie Pauli hat sich der Pflege verschrieben

Sendenhorst

Wie der Vater, so der Sohn – und die übrigen Familienmitglieder auch: Die Familie Pauli hat sich der Krankenpflege verschrieben. Vater Ludger Pauli hat Jahrzehnte im Sendenhorster Krankenhaus gearbeitet. Er hat die Begeisterung für den Beruf an seinen Sohn Fabian weitergegeben.

Ludger Pauli (l.), von 1977 bis 2018 Krankenpfleger im Stift, hat die Begeisterung für den Beruf an seinen Sohn Fabian weitergegeben. Aber auch alle anderen Familienmitglieder sind beruflich im Krankenhaus verwurzelt. Foto: St.-Josef-Stift

Für Familie Pauli ist die Arbeit im Krankenhaus in beruflicher Hinsicht so etwas wie ein gemeinsamer Nenner: Vater Ludger und Mutter Gerlinde – beide Gesundheits- und Krankenpfleger –, Sohn Fabian – Fach-Gesundheits- und Krankenpfleger im Operationsdienst – und Tochter Wiebke – Fach-Gesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie und Palliativmedizin. Die jüngste Tochter Julia machte ihre Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen im St.-Josef-Stift und arbeitet nach ihrem Masterstudium der Gesundheitsökonomie im Controlling einer Herz-Fachklinik.

Dass alle Kinder ein Faible fürs Gesundheitswesen entwickelt haben, daran ist das St.-Josef-Stift nicht ganz unschuldig, wie Fabian Pauli meint: „Wenn man als Kind mitbekommt, dass der Vater gerne zur Arbeit geht, dann ist das prägend. Für mich war das St.-Josef-Stift als Kind wie ein großer Spielplatz. Es war Papas Krankenhaus.“

Der erste examinierte Krankenpfleger im Haus

Ludger Pauli war 1977 der erste examinierte Krankenpfleger im St.-Josef-Stift, heißt es im Bericht der Einrichtung. Den Münsteraner reizte „die Orthopädie in einem beschaulichen Landkrankenhaus“. Mit der Beschaulichkeit sollte es allerdings bald vorbei sein, als der große Spezialisierungsschub zur Fachklinik einsetzte. 1980 wechselte Pauli in den OP-Bereich, 1986 in die Ambulanz, die er seit 1987 bis zu seinem Ruhestand 2018 leitete. Er war 1983 die erste Hygienefachkraft im Stift und engagierte sich zwei Jahrzehnte lang in der Mitarbeitervertretung. Im Un-Ruhestand unterstützt er im Stift die Coronatestung in Raum 19.

Auch Gerlinde Pauli machte die Krankenpflegeausbildung, nachdem sie im St.-Josef-Stift ein sogenanntes „Jahr für die Kirche“ absolviert hatte. Nach ihrer Ausbildung war sie hier zehn Jahre im Nachtdienst tätig, dann auf den Stationen B2 und C1. Danach wechselte sie nach Ahlen in die Palliativpflege und war damit auch Vorbild für Tochter Wiebke, die nach ihrer Pflegeausbildung – auch mit praktischen Einsätzen im Stift – direkt nach Köln zog und dort als Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie und Palliativmedizin tätig ist.

Vom Zimmermann zum Krankenpfleger

Fabian Pauli machte einen Umweg über die Zimmermannsausbildung. Die Stempelpausen im Winter waren nicht nach seinem Geschmack, berichtet er. Und so schloss er Mitte der Nullerjahre eine Krankenpflegeausbildung an. „Das war eine meiner ganz wichtigen und richtigen Entscheidungen in meinem Leben.“ Empathie, eine positive Lebenseinstellung und mit sich im Reinen zu sein: All diese persönlichen Attribute würden im Pflegeberuf zum Tragen kommen. Wie seine Schwester zog es ihn ins große Köln, wo er in der Orthopädie des dortigen Uniklinikums zunächst auf der Station und dann im OP als Fachgesundheits- und Krankenpfleger im Operationsdienst tätig war.

Zurück ins Münsterland

Mitten in der Coronazeit zog er 2020 mit Freundin und Söhnchen Lenz zurück ins Münsterland. „Die Stelle konnte ich mir in verschiedenen Krankenhäusern aussuchen, aber nach den Hospitationen war für mich klar: Ich gehe ins St.-Josef-Stift. Hier gibt es so unvergleichlich bessere Konditionen bei den Diensten, mit Rufbereitschaft von zu Hause aus, und ich wusste, dass das Haus gut geführt ist.“ Die Entscheidung habe er nicht bereut. „Der OP-Bereich arbeitet mit klaren Strukturen, Standards und einem sehr guten Einarbeitungskonzept. Hier sitzt jeder Handgriff, und die Teamarbeit ist einfach grandios.“ Das gebe viel Sicherheit, vor allem bei den schwierigeren Operationen. „Man kann jeden fragen, und auch wenn es mal stressig wird, bleibt die Stimmung oben.“ Das St.-Josef-Stift – es sei so etwas wie ein roter Faden in Fabian Paulis Leben: „Es war für mich, wie nach Hause zu kommen. Das Stift ist für mich mehr als ein Arbeitgeber.“

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