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Sendenhorst und Drensteinfurt bei „Heimat 2.0“ dabei

Riesenchance für den lokalen Handel

Sendenhorst/Drens...

Die Stadt Sendenhorst macht gemeinsam mit anderen Kommunen beim Förderprojekt „Heimat 2.0”. Wird der Antrag bewilligt, profitiert der lokale Einzelhandel immens.

wn

Beim lokalen Händler bestellt, der dann liefern lässt: So soll das Angebot funktionieren. Foto: Lozuka GmbH

Lokale Einzelhändler und Direktvermarkter aus den Kommunen Ascheberg, Billerbeck, Coesfeld, Drensteinfurt, Havixbeck, Nottuln, Rosendahl, Senden und Sendenhorst sollen künftig gemeinsam auf einem Online-Marktplatz anzutreffen sein – und die bestellten Waren noch am gleichen Tag liefern.

Mit dieser Projektidee hatten neun Städte und Gemeinden aus den Kreisen Coesfeld und Warendorf unter Federführung der Gemeinde Senden jetzt beim Förderaufruf „Heimat 2.0” des Bundesinnenministeriums Erfolg. Das teilt die Wirtschaftsförderin der Stadt Sendenhorst, Annette Görlich, mit.

Die Städte seien nun aufgefordert, den vollständigen Förderantrag einzureichen. Werde dieser bewilligt, stehen ab 2021 für die nächsten drei Jahre rund 650 000 Euro Fördergelder für die Entwicklung des Angebots zur Verfügung.

Projekt hilft dem kleineren Einzelhandel

Der Fokus liegt auf Händlern für Waren des täglichen Bedarfs, aber auch für besondere Einkäufe. „Kleinere Läden, Läden in Eck- und Randlagen sowie Direktvermarkter können – so die Erfahrung in anderen Regionen – überdurchschnittlich von einem solchen Angebot profitieren“, erklärt Annette Görlich. Im Münsterland habe sich ein lokaler Online-Marktplatz mit Lieferservice bereits rund um Telgte, Warendorf, Everswinkel und den nordöstlichen Teil von Münster etabliert. „Dort verzeichnen die teilnehmenden Händler Umsatzsteigerungen von bis 500 Prozent und Kundenbindungen von bis zu 75 Prozent“, scheibt Annette Görlich. Diese Erfahrungen sollen in den Aufbau des neuen Angebots einfließen.

Händler lassen liefern

Geplant sei, dass die Händler ihre Waren auf eine gemeinsame Online-Plattform stellen. Die Kunden könnten so über eine Plattform gleichzeitig in mehreren Geschäften einkaufen und zahlen nur einen Gesamtbetrag. Das System verbuche die Zahlung automatisch auf die einzelnen Geschäfte. Die Lieferung an die Kunden erfolge innerhalb eines vorher festgelegten Zeitfensters. Auch eine Abholung an „Pick-Up-Stationen“ solle möglich sein.

Annette Görlich

Doch das Angebot diene nicht nur der Stärkung des lokalen Handels. „Es ist gleichzeitig eine innovative Versorgungsmöglichkeit für ältere Menschen, die Anwohner in Streusiedlungen und Familien. Genau genommen für jeden, der bewusst vor Ort oder bei Direktvermarktern einkaufen möchte, dies aber aufgrund des Zeitaufwands oder der Entfernungen nicht tut“, so Görlich.

Der lokale Online-Marktplatz soll das – so der Zeitplan des Projekts – spätestens ab Herbst 2021 ändern. Für Anfang 2021 sind erste Informationsveranstaltungen für die Einzelhändler und Direktvermarkter geplant, kündigt Görlich an.

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