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Schützen setzen auf den Sommer

Generalversammlung des Albersloher Schützenvereins unter 2G-Plus-Vorgabe

Albersloh

Normal ist in diesen Zeiten wohl fast nichts. Auch Vereinsleben gestaltet sich noch immer - nach fast zwei Jahren Pandemie – noch immer schwierig. Die Albersloher Bürgerschützen aber halten durch. Mit ihrem Langzeit-König Christof (Hülse) Hülsmann versammelten sie sich unter strengen Corona-Regeln zur Hauptversammlung und blickten dabei auch auf die Planungen für 2022.

Von Christiane Husmann

In den Vorstand der Albersloher Bürgerschützen gewählt: Hubertus Kühlmann, Matthias Wiewel, Hendrik Hölscher, Bernd Stapel und Ingo Rehbaum (v.l.). Foto: Foto: Bürgerschützen Albersloh

Kontrolle der gebotenen 2G-plus-Regel, Verzicht auf die Begleitung durch die Musikzüge, ein strenges Hygienekonzept – der Albersloher Schützenverein hatte anlässlich seiner Generalversammlung in der geräumigen Wersehalle verschiedene Vorkehrungen getroffen, um eine möglichst sichere Veranstaltung bieten zu können, die neben vielen Informationen auch unterhaltsame Momente parat halten sollte – untermalt mit Musik aus der Konserve.

Vor 20 Monaten steckte der Verein noch tief in den Planungen zum Albersloher Schützenfest 2020. Corona schien wie ein Gespenst, das hoffentlich schnell wieder verschwinden würde. Fast zwei Jahre später spukt es aber immer noch und hält die Welt in Atem. „Nun haben wir Herbst 2021, von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes könnten wir schon alle mindestens zwei Mal geimpft sein“, rechnete Udo Borgmann vor. „Aber leider sehen aktuell circa 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung die Impfung nicht als eine solidarische Pflicht gegenüber der übrigen Gemeinschaft an“, so der Vorsitzende der Schützenbrüder, der ergänzend erklärt: „Damit meine ich explizit nicht die, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.“ Normalerweise schließe man niemanden aus, „aber die aktuelle Lage ließ uns keine Wahl“, so der Vorsitzende, der auf ein normales Vereinsjahr 2022 hofft.

Ganz normal wird das Vereinsjahr 2022 wohl nicht werden, denn „normal“ ist auch nicht, dass Schützenkönige mehrere Jahre regieren. „Ein dreifaches Horrido auf unseren Langzeitkönig Christof (Hülse) Hülsmann“, begrüßte er den König, doch ohne den Hampelmannkönig Sascha Beisemann und Kinderschützenkönig Maximilian Kuhlmann zu vergessen. Auch begrüßte er, dass Freibier gespendet worden war. Nicht nur der Schützenkönig, sondern auch Eberhard Genz und andere hatten einige Liter springen lassen.

Vorstand verjüngt

Genau so wie Bernhard Wiewel, der nach 23 Jahren Vorstandsarbeit sein Amt niederlegte. „Bernhard war nicht nur der zweite Mann an der Kasse, er hat auch in Sachen technische Unterstützung sehr viel für den Verein getan. Unter anderem war er dafür verantwortlich, dass die Vogelstange am Schützenfestsonntag einwandfrei funktionierte – nicht ganz unwichtig für uns“, lobte er. Zum Nachfolger wurde in der Folge Matthias Wiewel gewählt. „Er hilft schon seit einigen Jahren im Hintergrund“ und verjünge den Vorstand noch einmal deutlich, so Borgmann der bestätigte: „Genau das brauchen wir.“

Eigentlich hätte der Jahresbericht umfangreich ausfallen müssen – immerhin waren zwei Vereinsjahre verstrichen. Obwohl viel abgesagt worden war, konnte Schriftführer Tobias Budde von einem gelungenen Musikgarten in Telges Busch berichten, der gut durchorganisiert im sicheren und geselligen Rahmen hatte stattfinden können.

„Ich würde euch gerne zu 100 Prozent die Information geben, dass das Winterfest wie geplant am 8. Januar in der Wersehalle stattfindet“, äußerte sich Udo Borgmann zur Planung des kommenden Jahres. „Aber ihr alle kennt die Lage und daher ist eine Zusage aktuell nicht möglich.“ Man werde aus Kostengründen auch keine Einladungen für das Winterfest versenden. „Wir werden euch per Zeitung und Onlinemedien informieren“, ließ der Vorsitzende wissen und warf einen vorsichtigen Blick auf das Schützenfest 2022: „Es gibt die Planung, das Fest einmalig um einen Tag zu verlängern.“ Eine Art „Heimatabend“ sei geplant. „Erste Ideen gehen in Richtung Einbindung der örtlichen Vereine mit kurzen Einlagen – anschließend Musik und Tanz bei schönem Wetter in Telges Busch“, stellte der Vorsitzende zum Abschluss schöne Aussichten in den Raum.

Auch die, dass man sich darum bemühen wolle, Neubürger aus den entstehenden Baugebieten für den Verein zu gewinnen. „Hier ist der Vorstand offen für Ideen und Unterstützung“, so Borgmann vor der Verabschiedung mit einem „Dreifachen Horrido.“

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