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BfA fordern Nachbesserungen

Spielplatz Kohkamp soll integrativer gestaltet werden

Sendenhorst/Albersloh

Der geplante Spielplatz im Albersloher Neubaugebiet Kohkamp soll integrativer gestaltet werden, fordert die BfA. Daran sei in Sendenhorst bisher zu wenig gedacht worden.

So könnte der Spielplatz im Albersloher Neubaugebiet Kohkamp nach Vorstellungen der Planer gestaltet werden. Foto: Ingenieurbüro Gnegel

Die „BürgerInnen für Aktive Kommunalpolitik“ (BfA) setzen sich für einen integrativen Spielplatz im Albersloher Neubaugebiet Kohkamp ein – und sie sehen die Stadt bei diesem Thema bisher insgesamt auf keinem guten Weg. Das geht aus eine Pressemitteilung der BfA hervor.

„Wir müssen in unserer Stadt mehr für die Menschen tun, die wegen ihrer körperlichen oder geistigen Einschränkungen nicht in der Lage sind, ungehindert am täglichen Leben teilzunehmen“, diese Meinung vertreten die BfA seit ihrer Gründung, heißt es darin. Darum setzen sich die BfA auch bei der Planung des neuen Spielplatzes im Albersloher Neubaugebiet Kohkamp für einen integrativen Spielplatz mit Nachdruck ein. „Denn Inklusion ist für uns auch – oder gerade – auf Spielplätzen ein wichtiges Anliegen“, so die BfA.

Sanduntergrund für Rollstuhlfahrer nicht geeignet

Wie der BfA-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Menke jetzt in der Hauptausschusssitzung hervorhob, habe die Stadt Sendenhorst bereits auf etwa 15 Spielplätzen das Konzept zur Entwicklung generationenübergreifender Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsräume „Draußen in Sendenhorst und Albersloh“ vorbildlich umgesetzt. „Aber“, so Hans Ulrich Menke, „leider wurde auf den bisher umgebauten Anlagen das Anliegen eines integrativen Spielplatzes wenig bis überhaupt nicht bedacht.“

Zwar hätten alle Parteien am 23. August im Ausschuss für Generationen, Soziales, Gesundheit und Sport für einen Spielplatz am Kohkamp mit „Integrativem Spielgerät“ gestimmt. Aber diese Abstimmung habe leider einen Haken. Hans Ulrich Menke: „Das Trampolin und die Nestschaukeln sind bei dem bisher geplanten Sanduntergrund für Rollstuhlfahrer und für Kinder mit Gehhilfen nur sehr schlecht oder überhaupt nicht zu erreichen.“

Ein Mangel, der abgestellt werden soll. Wie Udo Schratz, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft, im Hauptausschuss zusicherte, werden nun unter den inte­grativen Spielgeräten statt des Sandes gut begeh- und befahrbare Gummiplatten verlegt.

Möglichkeiten sollen geprüft werden

„Doch wir sehen noch zusätzliche Möglichkeiten“, machte Hans Ulrich Menke in seinem Antrag deutlich, „auf dem geplanten Kohkamp-Spielplatz bestünde nämlich die Chance, neben den bereits vorgesehenen integrativen Spielgeräten durch weitere Maßnahmen ein inklusives Spielerlebnis für alle Kinder zu entwickeln und die bereits beschlossene Planung in dieser Hinsicht zu ergänzen“.

Dass die Grundstücksgesellschaft und die Verwaltung die Möglichkeiten der Förderung eines integrativen Spielplatzes für das Baugebiet Kohkamp – aus öffentlichen wie privaten Programmen – nun prüfen und die Politik über die Ergebnisse informieren wollen, begrüßen die BfA.

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