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Sendenhorster Projekt „Jugend und Politik“

Von Stadtrat bis Landtag

Sendenhorst

Die Montessori-Gesamtschule hat gemeinsam mit der Stadt am Projekt „Jugend und Politik“ teilgenommen. Neben der Teilnahme an politischen Sitzungen gehörte eine Fahrt zum Landtag zu den Höhepunkten. Ziel war, die Schüler für Politik zu interessieren und, im besten Fall, zu begeistern.

wn

Im Düsseldorfer Landtag sprach die Schülergruppe aus Sendenhorst auch mit den Abgeordneten Annette Watermann-Krass und Henning Rehbaum. Foto: Montessori-Gesamtschule

Im Rahmen des Projekts „Jugend und Politik“ haben 17 Schüler der Montessori-Gesamtschule auch den Landtag in Düsseldorf besucht. Die Stadt hatte das Projekt Anfang Mai gestartet. Die Schüler sollten die Kommunalpolitik kennenlernen und haben Sitzungen der Ratsfraktionen und der Ausschüsse besucht. Dabei haben sie sich intensiv an den Diskussionen beteiligt, berichtet die Schule.

Die Fahrt zum Landtag hatte ebenfalls die Stadtverwaltung organisiert. Die Schüler wurden von Bürgermeister Berthold Streffing und Schulleiter Ralf Friedrich begleitet. Im Landtag erlebten die Schüler – an einem sitzungsfreien Tag – unter anderem eine Führung durch das Parlamentsgebäude und einen Vortrag zur Geschichte des Landtags. Das Gebäude soll zu den beeindruckendsten Parlamentsneubauten der deutschen Nachkriegsgeschichte gehören, wurde den Besuchern erklärt. Zudem ging es unter anderem um Petitionen, um die Sitzverteilung und um die Möglichkeit, die Debatten von der Besuchertribüne aus zu verfolgen. Auch der „Jugend-Landtag“ und die Rechte von Kindern und Jugendlichen standen auf der Agenda.

Während der Führung wurde zudem der Unterschied zwischen den Plenarsitzungen, die etwa 30 Mal im Jahr stattfinden und in denen diskutiert und Gesetze verabschiedet werden, und der Detailarbeit in den Ausschüssen erklärt.

Die Landtagsabgeordneten des Wahlbezirks Sendenhorst, Annette Watermann-Krass (SPD) und Henning Rehbaum (CDU), gaben eine Stunde die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Themen zu diskutieren. Der Schwerpunkt der Fragen habe, neben Persönlichem, auf der Klima- und Energiepolitik gelegen – auch angelehnt an die „Fridays-for-Future“-Bewegung.

Nach der Rückkehr gegen 18.30 Uhr – die Landtagsabgeordneten begleiteten die Gruppe hierbei auf der Rückfahrt im Bus und führten die begonnenen Diskussionen intensiv fort – gab es zum Abschluss ein gemeinsames Essen in Sendenhorst, zu dem die Stadt eingeladen hatte und an dem auch die Sprecher der Fraktionen im Rat der Stadt teilnahmen. Dort wurden die Erfahrungen des Tages noch einmal ausgetauscht, und die Schüler erhielten weiteres Informationsmaterial.

Schulleiter Ralf Friedrich war am Ende voller Lob und blickte freudig auf den Tag zurück, heißt es im Bericht der Schule: „Es ist beeindruckend, wie gut diese Veranstaltung von der Stadt geplant und durchgeführt wurde. Die Kinder haben von allen Seiten – sei es alleine durch die Anwesenheit, aber auch durch die sehr offene und interessierte Art aller beteiligten Politiker und vor allem des Bürgermeisters – eine große Wertschätzung erfahren, die über das erworbene Wissen hinaus sicherlich deren Haltung gegenüber Politik und Politikern positiv nachhaltig verändert hat“, erklärte Friedrich.

Und er fügte an: „Jeder wurde immer sehr ernst genommen. Ich bin wirklich froh, als Schulleiter in Sendenhorst arbeiten zu dürfen, wo ich die Kooperation mit der Stadt auf verschiedenen Ebenen als sehr vorbildlich erlebe.“

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