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Singen im Rudel in St. Ludgerus

Von wegen „Stille Nacht“

Albersloh

Zum vierten Mal hatte der Heimatverein zum „Singen im Rudel“ eingeladen – Groß und Klein waren gekommen. Anders als „Vorsänger“ Markus Schulz, der krankheitsbedingt ausfiel. Aber mit Unterstützung der Albersloher meisterte Peter Janotta das Event auch als Solist.

Von Christiane Husmann

In der vollbesetzten Ludgerus-Kirche trafen sich Groß und Klein zum stimmungsvollen „Singen im Rudel“. Foto: Christiane Husmann

Eigentlich übernimmt Peter Janotta immer den Part der zweiten Stimme. Er gehört zum Duo „Schallermänner“, das sich beim Singen im Rudel am Wochenende als One-Man-Show präsentieren musste. Die erste Stimme Markus Schulz hütete krankheitsbedingt das Bett. Doch sein Sangesbruder meisterte auch als Solist die Veranstaltung, die in der Ludgerus-Kirche für besinnliche und gesellige Momente sorgte.

„Ganz herzlich willkommen zum vierten Singen im Rudel“, begrüßte Martin Pälmke die Sänger im vollbesetzten Kirchenhaus und freute sich, dass auch Matthias Greifenberg vom Kulturbüro „Stadt der Stimmen“ angereist war. Er hatte nicht nur den Kontakt zu den „Schallermännern“ hergestellt, sondern das Projekt „Singen im Rudel“ auch anderweitig unterstützen können. „Und natürlich auch ein großes Dankeschön an unsere vielen Helferinnen und Helfer“, so der Vorsitzende des Albersloher Heimatvereins, der wohl vom immensen Organisationsaufwand des Events wusste. Wobei die technische Ausstattung der Ludgerus-Kirche der Veranstaltung in die Hände spielte – große Leinwand und Beamer inbegriffen. „Eine wirklich sehr beeindruckende Kulisse ist das hier – alter Schwede“, zeigte sich Peter Janotta begeistert. Ebenso von der Menge an Menschen, die gekommen war. Unter ihnen zahlreiche Kinder, die auf Kissen ganz vorne im Kirchenraum Platz genommen hatten. „Liebe Eltern, schaut mal kurz weg – hier stehen frei zugänglich Süßigkeiten rum“, so der Musiker, der auf entspannte Väter und Mütter traf, die mit ihren Kindern eine schöne Zeit verbringen wollten.

„Jingle Bells“ und andere Klassiker

„Wir sagen euch an, den lieben Advent“, begann der Chor, begleitet von Janotta mit der Gitarre. „In der Weihnachtsbäckerei“, „Oh du Fröhliche“, „Jingle Bells“ und andere Klassiker kamen zum Einsatz. Außerdem lieferte der Musiker einige interessante Fakten zu den verschiedenen Liedern. Etwa, dass „Stille Nacht“ ursprünglich aus Österreich kommt, in 320 Sprachen übersetzt und zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde. Auch dass es nicht „Hallo Julia“, sondern „Halleluja“ heiße. Unbegründet – der Chor zeigte sich textsicher.

Martin Pälmke (M.) begrüßte zusammen mit Matthias Greifenberg den Musiker Peter Janotta (l.). Foto: Christiane Husmann

In einer kleinen Pause genoss man gemeinsam einen Glühwein, der vom Heimatverein in adventlicher Atmosphäre angeboten wurde. Lichterketten, Feuerschalen und eine vom Frost weiß überzogene Winterlandschaft ließen Weihnachtsmarktstimmung aufkommen. Wärmender Glühwein tat sein Übriges.

Wieder in der Kirche, wurde stimmungsvoll weitergesungen. Doch auch das vierte Singen im Rudel musste mal ein Ende haben. Nach vielen besinnlichen und fröhlichen Liedern erhielt Peter Janotta seinen wohlverdienten Applaus. International verabschiedete man sich singend voneinander, beschwor „Feliz Navidad“ und wünschte „Merry Christmas And A Happy New Year.“

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