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Kinder der Ludgerus-Schule in Albersloh erleben einen „Glückstag“ mit Uli Bangert

„Wir holen das Glück zurück !“

Albersloh

Keiner weiß, wie es im Herbst und Winter weitergehen wird. Daher hat sich das Kollegium der Ludgerusgrundschule in Alberslohüberlegt, das neue Schuljahr mit Glückstagen zu beginnen.

Von Christiane Husmann

Schulleiterin Annette Stüer freut sich für die Kinder, die nach vielen coronabedingten Entbehrungen endlich wieder unbeschwert und glücklich sein sollen. Foto: Christiane Husmann

„Die beiden letzten Coronajahre sind nicht spurlos an unseren Kindern vorbeigegangen“, sagt Annette Stüer. Als Schulleiterin ist sie wachsam: „Und keiner weiß, wie es im Herbst und Winter weitergehen wird.“ Die Idee, mit Glückstagen ins neue Schuljahr zu starten, kommt bei den Schülerinnen und Schülern augenscheinlich gut an.

So ist die Klasse 3a mit Lehrerin Alexandra Thelen in der Sporthalle „Zur Hohen Ward“ zu Gast. Auch Annette Stüer hat die Klasse begleitet, denn es ist der erste von sechs Glückstagen, in deren Genuss die Kinder im Laufe der Woche kommen sollten. „Pro Klasse ein Glückstag“, sei vorgesehen, erklärt die Schulleiterin. Wobei die Erstklässler hiervon noch ausgenommen sind. Das Kollegium möchte sie erst einmal an ihrer neuen Schule ankommen lassen.

Wichtig ist der Wohlfühl-Faktor

„Mit dem Programm ‚Aufholen nach Corona‘ finanziert das Land NRW Lern- und Förderangebote. Wir möchten den Kindern etwas für ihre Emotionalität und das soziale Miteinander anbieten – Bereiche, die in der Coronazeit oft zu kurz gekommen sind“, erklärt die Schulleiterin und sagt: „Wir legen großen Wert darauf, dass sich die Kinder an unserer Schule wohlfühlen – außerdem können sie auch nur dann gut lernen“, so die Pädagogin, die mit Blick auf die Coronazeit zurückliegende Schultage wie folgt beschreibt: „Man rennt in die Schule, um den Kindern ganz schnell was beizubringen.“ Lernumstände, die sich das Kollegium ganz anders gewünscht habe. „Und jetzt wollen wir das Glück zurück in unsere Schule holen“, sagt Stüer mit Bestimmtheit.

Lifedance mit Uli Bangert

Hier kommt Uli Bangert mit seinem Angebot „Lifedance“ ins Spiel. Der Münsteraner hatte in seinem früheren Berufsleben unter anderem als Physik- und Sportlehrer gearbeitet, dann aber den Weg in die Selbstständigkeit gewählt. „Mein Projekt ‚Glückstage‘ ist noch ziemlich neu“, erklärt Uli Bangert, der auch sozial- und theaterpädagogische Erfahrungen sammeln konnte. „Ich will die Gemeinschaft, den Teamgeist fördern“, nennt er Ziele, zu denen auch gehöre, „die eigene Stärke zu erleben, Kraft und Mut, aber auch Stille und Entspannung“.

Derweil stellen sich die Kinder im Kreis auf. „Es geht auch darum, nicht nur sich, sondern auch andere wahrzunehmen“, sagt der Pädagoge. Den Kindern scheint das gut zu gelingen. Sie kommen aus sich heraus, gehen auf andere zu und bringen gemeinsam ein großes Schwungtuch in Wallung. „Shine Bright Like A Diamond“ und „We Are The Champions“, hört man Rihanna und Freddie Mercury singen. Musik, mit der das Wohl- und Mutgefühl der Kinder gesteigert werden soll.

Später wird es auch wieder ruhiger. „Zum Ende hin werden wir auch meditieren und nach Musik malen“, erklärt Bangert. Doch zuvor wird getanzt, werden Tiere imitiert, und es wird von Matten gesprungen. Nach vielen emotionalen Entbehrungen, die Corona wohl mit sich gebracht haben mag, ist zumindest an der Ludgerus-Schule das Glück zurück.

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