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Paddler des Albersloher AKC genossen abwechslungsreichen Tag

Wo der Fuchs mit Sonnenbrille am Ufer auf einer Bank sitzt

Albersloh

Die Albersloher Kanuten haben sich auf der Werse getummelt. Dort führten sie ihre traditionelle Fuchsjagd durch.

Kamen zur Siegerehrung zusammen: Mats Kroos, Lukas Möllers, Dirk Hunkemöller, Franz-Peter Walkowski, Nicolas-James Artley, Linus Umlauf, Lennard Rehbaum (hinten, v.l.) Foto: AKC

Fuchsjagd auf dem Wasser? Manch einer mag sich fragen, wie dies funktionieren kann, heißt es im Bericht des Albersloher Kanu-Clubs (AKC). Natürlich gestalte sich eine Fuchsjagd zu Wasser ein wenig anders als hoch zu Ross. Dass diese aber nicht minder spannend sein müsse, habe sich mal wieder bei der alljährlichen Fuchsjagd des AKC gezeigt. Denn schon kurz nach dem gemeinsamen Start wurde es im Getümmel auf dem Wasser etwas eng, und so kamen sich im Eifer des Gefechts ein paar Kajaks in die Quere, wobei eine Teilnehmerin unfreiwillig kenterte. Sie wurde aber gleich wieder aus dem Wasser gefischt, so dass sie nicht aus dem Boot aussteigen musste, sondern die Jagd, wenn nun auch nass, ohne große Verzögerung fortsetzen konnte.

Der „Fuchs“ versteckt sich

Doch wie funktioniert so eine Fuchsjagd auf dem Wasser? Der „Fuchs“ startet ein Weilchen vor der „Meute“ mit seinem Kajak und paddelt bis zu einem Versteck am Ufer, wobei entweder der Fuchs selbst, sein Boot oder das Paddel vom Wasser aus zu sehen sein muss, dann wartet er darauf, gesehen zu werden.

Damit die anderen unterwegs noch etwas zu tun haben und auch ein wenig von der eigentlichen Fuchssuche abgelenkt werden, hatte der Fuchs schon am Vortag kleine Stofffähnchen entlang der Strecke aufgehängt, die die „Meute“ während der Jagd sammeln muss.

Gelbes Paddel am Baum

Das Jagdgebiet erstreckte sich auf den Streckenabschnitt der Werse zwischen Angelmodde und dem Bootshaus der Turngemeinde Münster. „Fuchs“ Sabine Kühmichel wartete geduldig in ihrem Versteck in einem Gebüsch bei einer Bank am Werseradweg, aber da auf dem Hinweg noch niemand aus der 21-köpfigen „Meute“ sie beziehungsweise ihr an einem Baum lehnendes gelbes Paddel entdeckt hatte, musste Plan B her. Für den Rückweg der „Meute“ platzierte sie sich besser sichtbar auf der Bank am Ufer – allerdings mit ein wenig Verkleidung in Form von Bluse, Sonnenbrille und Sonnenhut. Gefangen wurde der „Fuchs“ schließlich von Nicolas-James Artley, der nun im nächsten Jahr Fuchs ist.

Sonniger Ausklang

Zurück am Bootshaus, wurden schnell Grill, Salatbüfett sowie Tische und Bänke in der Sonne aufgebaut, um den abwechslungsreichen und schönen Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Eine Siegerehrung gab es auch: Die erbeuteten Fähnchen wurden vom Jugendwart Linus Umlauf ausgezählt. Anschließend wurden Fuchsfänger Nicolas-James Artley sowie die fleißigsten Sammler von Wanderwart Christian Müller-Böhm und Jugendwart Linus Umlauf geehrt und mit Preisen belohnt.

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