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Gespräch zwischen BfA und Sendenhorster Initiative

„Zweite kleine Grundschule etablieren“

Sendenhorst/Albersloh

Zu einem Gedankenaustausch trafen sich die Mitglieder der Initiative „Grundschule neu denken“ und der „Bürger für aktive Kommunalpolitik““ (BfA) auf Einladung der BfA in einer Videokonferenz. Auf beiden Seiten ist man sich darüber einig, dass die KvG-Grundschule zu groß wird.

-jot/pm-

Die Initiative „Grundschule neu denken“ und die BfA sind sich einig, dass die KvG-Grundschule zu groß wird. Foto: BfA

„Eine Investition in unsere Kinder ist eine Investition in die Zukunft“: Darüber seien sich die Mitglieder der Initiative „Grundschule neu denken“ und der Bürger für aktive Kommunalpolitik“ (BfA) bei ihrer jüngsten Videokonferenz einig gewesen, schreiben die BfA.

Der Hintergrund des auf Einladung der BfA entstandenen Online-Treffens: Die bisher bekannten neuesten Zahlen des Schulentwicklungsprogramms für Sendenhorst und Albersloh ließen erkennen, dass es sowohl in Sendenhorst als auch in Albersloh im Grundschulbereich zu einem erheblichen Anstieg der Schülerzahlen kommen werde.

Grundschulen werden zu groß

Nach Einschätzung von BfA-Mitglied Gerd Bröcker „werden wir in Albersloh zukünftig eine kleine Grundschule mit sehr vollen Klassen haben“, und bei der Kardinal-von-Galen-Grundschule in Sendenhorst zeichne sich in den kommenden drei Jahren ein Anstieg um rund 80 auf insgesamt 440 Schüler ab. Gerd Bröcker: „Das ist nicht gesund. Weder für die Schüler noch für das Lehrpersonal.“

Zudem gingen die BfA davon aus, dass der Zuzug vieler junger Familien in den neuen Wohngebieten sowie der Anstieg der Geburtenrate kaum eingeschätzt werden könnten. Dabei dürften Politik und Verwaltung nicht außer acht lassen, dass Sendenhorst zu den bevorzugten Ausweichgebieten der „Boom-Region Münster“ zähle. Auf das Wachstum sei die Stadt nicht genügend vorbereitet. „Dabei müssen wir all diese Aspekte einbeziehen und zukunftsorientiert denken“, mahne Mechthild Bonse, Mitglied der Initiative „Grundschule neu denken“. Schon heute sei die KvG-Schule eine der größten Grundschulen im Münsterland mit zusätzlichem Raumbedarf und sehr kleinen Außenbereichen. Es reiche deshalb nicht aus, diese Grundschule durch einen Anbau für die Ganztagsbetreuung zu erweitern.

Hinzu komme nach Ansicht der BfA die deutliche Verkleinerung des Pausenhofes durch den Erweiterungsbau.

Zweite kleine Schule wäre wünschenswert

Dem folgend laute die logische Konsequenz aus Sicht der Initiative und der BfA, „das sehr große System einer KvG angemessen zu reduzieren und zusätzlich eine zweite kleine Grundschule in Sendenhorst zu etablieren“. Dazu müssten allerdings verlässlich Zahlen vorliegen, auch zu den Montessori-Anmeldungen. Denn es biete sich bei der Einrichtung einer weiteren Grundschule an, „auf diese bewährte Pädagogik zurückzugreifen“. Schon jetzt ließen die sechs Gruppen der Maria-Montessori-Kita erwarten, dass die Anmeldezahlen für den Montessori-Grundschulzweig weiter steigen würden und nicht alle Elternwünsche berücksichtigt werden könnten.

Wichtig sei, so die BfA, dass alle im Rat vertretenen Fraktionen, die Schulen und die Verwaltung möglichst an einem Strang ziehen sollten.

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