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Bündnisgrüne nominieren Jessica Wessels als Bundestagskandidatin

Straßenbauprojekte einstampfen

Kreis Warendorf

Jessica Wessels kandidiert für den Bundestag. Die 41-jährige Warendorferin wurde auf der Kreisversammlung der Bündnisgrünen am Samstag in Beckum nominiert. Von den 29 abgegebenen Stimmen erhielt Jessica Wessels 28.

Von Dierk Hartleb

Jessica Wessels kandidiert für den Bundestag. Die 41-jährige Warendorferin wurde auf der Kreisversammlung der Bündnisgrünen am Samstag in Beckum nominiert. Von den 29 abgegebenen Stimmen erhielt Jessica Wessels 28. Obwohl sich die 41-Jährige die einzige Bewerberin war und in ihrer Partei durch ihre Arbeit im Warendorfer Stadtrat und als Geschäftsführerin des Kreisverbandes einen Namen erarbeitet hat, hatten die Delegierten viele Fragen an sie. Foto: Martin Janzik

Die Schlagzeilen des Morgens passten sogar nicht zu der Aufbruchstimmung im Forum des Beckumer Berufskollegs. Dort nominierte die Bündnisgrünen im Kreis Warendorf am Samstagvormittag ihre Bundestagskandidatin. Von den 29 abgegebenen Stimmen erhielt Jessica Wessels 28. Die Warendorferin wurde dafür mit langanhaltendem Beifall gefeiert.

Obwohl sich die 41-Jährige die einzige Bewerberin war und in ihrer Partei durch ihre Arbeit im Warendorfer Stadtrat und als Geschäftsführerin des Kreisverbandes einen Namen erarbeitet hat, hatten die Delegierten viele Fragen an sie. Es sei höchste Zeit, die Straßenbauprojekte B 51 und B 64 auf den Prüfstand zu stellen, betonte sie bereits in ihrer Vorstellungsrede. Natürlich sei in einem Gebiet wie dem Kreis Warendorf ein Auto noch unverzichtbar, weil es im ÖPNV-Netz zwischen Nord- und Südkreis immer noch große Lücken gebe. Bei den anderen Parteien sei kein Wille feststellbar, die Verkehrswende herbeizuführen.

Als gravierend betrachtet Wessels das Fehlen von preiswertem Wohnraum; in Großstädten könne eine Mietpreisbremse das richtige Mittel sein. Ihr persönlich mache die Verrohung in den sozialen Medien zu schaffen „Hass und Hetze im Netz erschrecken mich“, erklärte Wessels. Dazu gehöre auch der Antisetismus. Es gehöre zur DNA ihrer Partei, ihn zu bekämpfen. Beim Umgang mit politischen Gegnern, die versuchten, ihre Kanzlerkandidatin in ein schlechtes Licht zu rücken, empfahl sie mehr Gelassenheit.

Zuvor hatte Ali Bas die Mitglieder auf Wahlkampf und die historische Chance eingeschworen, erstmals die Kanzlerin zu stellen. Offensichtlich mache sich bei CDU und SPD eine gewisse Nervosität breit. „Die CDU ist beim Klimaschutz ein Bremsklotz“, sagte Bas weiter und schaltete sich in die Debatte über die Versuche ein, Annalena Baerbock zu diskreditieren. Die CDU verfüge über Wahlkampfhelfer wie die „Initiative Neues Soziale Marktwirtschaft“(INSM), die sich gerade auf Klimaschutzbewegungen einschössen.

Begrüßt hatte die Wahlversammlung die Beckumer Ortsvorsitzender Nadhira da Silva, die feststellte, dass durch das jüngste Kommunalwahlergebnis eine andere Politik in Beckum möglich geworden sei.

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