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Spürbarer Temperatursturz

Straßenwärter sind gewappnet

Kreis Warendorf

Um 365 Kilometer Kreisstraßen kümmern sich die Mitarbeiter der beiden Bauhöfe des Kreises. Um diese wintersicher zu machen, setzt der Kreis Feuchtsalz ein. Auf allen Kreisstraßen. Die Stadt Drensteinfurt macht es dagegen wie die Stadt Hamm. Auch dort wird erstmal auf den Straßen kein Salz ausgebracht, sondern nur der Schnee weggeräumt. Für den Kreis Warendorf ist dagegen klar: Auf den Hauptverkehrsstraßen im Kreis müsse Salz gestreut werden, auch bei sehr tiefen Temperaturen, wegen der allgemeinen Sicherheit. Kein Problem, Salz ist genug da.

Von Peter Sauer

Die Salzlager auf den Bauhöfen des Kreises sind mit 1150 Tonnen Streugut prall gefüllt Foto: Kreis Warendorf

Jetzt ist es wieder kälter geworden und viele Autofahrer müssen morgens ein paar Minuten mehr Zeit einplanen, um Eisschichten von den Scheiben zu kratzen. Mitunter droht in dieser Zeit Straßenglätte. Auch die Bauhöfe des Kreises sind für frostige Nächte und Tage gut gerüstet.

Kommt der Winter wieder zeitversetzt?

Im Vorjahr startete der Winter ja ebenso verhalten wie jetzt, kam aber dann mit voller Wucht erst Anfang Februar durch. Die heftigen Schneefälle, sehr eisige Temperaturen und Verwehungen sind sicher noch vielen gut in Erinnerung.

„Die Salzlager auf unseren beiden Bauhöfen sind prall gefüllt. Wir haben rund 1150 Tonnen Salz eingelagert und sind bestens für den Winter gewappnet“, erläutert André Hackelbusch, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Straßenbau beim Kreis.

Straßenwärter sind systemrelevant

Die wichtige Bedeutung der Arbeit der Straßenwärter für die Gesellschaft unterstreicht Kreisumweltdezernent Dr. Herbert Bleicher: „Unsere Bauhof-Teams sind oft nachts und in den frühen Morgenstunden unterwegs, um auf dunklen und oft glatten Straßen für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, damit wir alle am Morgen gut und sicher zur Arbeit oder zur Schule kommen.“

Salzbauzhof in Warendorf Foto: Kreis Warendorf

Im vergangenen Winter dauerte die „kalte Saison“ von Dezember 2020 bis April 2021. Die insgesamt 26 Mitarbeiter der beiden Bauhöfe des Kreises rückten damals zu 52 (Bauhof Warendorf) beziehungsweise 53 (Bauhof Beckum) witterungsbedingten Einsätzen aus.

Gute Erfahrungen mit Feuchtsalz

Bei Glätte oder akuter Glättegefahr setzen die Straßenwärter des Kreises Feuchtsalz ein. Dabei wird Trockensalz mit einer Solelösung angefeuchtet. Der Vorteil: Es haftet besser auf der Straße und hat eine höhere Tauwirkung.

Auf dem 364 Kilometer langen Kreisstraßen-Netz sowie auf den Radwegen an den Kreisstraßen (168 Kilometer) sind im Winter 2020/21 insgesamt knapp 1510 Tonnen Salz gestreut worden. „Das waren rund 930 Tonnen mehr als im Jahr zuvor“, berichtet Ralph Menke, der für den Straßenbetriebsdienst zuständig ist.

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