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Jan Leifeld ist der jüngste Fuchsmajor in der Geschichte des Reitervereins Telgte

13-Jähriger greift besonders beherzt zu

Telgte

Jan Leifeld ist neuer Fuchsmajor des Reitervereins Telgte: Der 13-Jährige geht als jüngster Titelträger in die Geschichte des Vereins ein. Fuchsmajor der Gäste wurde Christian Rath aus Sassenberg.

-plk-

Der zweite Vereinsvorsitzende des Reitervereins Telgte, Jan-Bernd Heitkemper (Mitte), präsentiert dem Publikum nach einer spannenden Jagd die beiden neuen Fuchsmajore: Christian Rath (Sassenberg) und den 13-jährigen Jan Leifeld (r.). Foto: Bernd Pohlkamp

Jan Leifeld ist neuer Fuchsmajor des Reitervereins Telgte: Der 13-Jährige geht als jüngster Titelträger in die Geschichte des Vereins ein. Fuchsmajor der Gäste wurde Christian Rath aus Sassenberg.

Mit einem nach Ansicht der Teilnehmer „traumhaften Herbstausritt“ hatte der Tag bei strahlendem Sonnenschein im Pappelwald begonnen. Unter der Regie des Masters, des zweiten Vorsitzenden Jan-Bernd Heitkemper, startete ein Tross von 20 Reitern durch die Klatenberge und Bockhorner Heide nach Westbevern.

So führte der Ausritt durch die farbenfrohe Herbstlandschaft. Insgesamt 20 leichte Hindernisse hatte der Verein auf der Wegstrecke aufgebaut. Diese galt es, im Tagesverlauf zu überqueren.

Zur Mittagszeit war die Gesellschaft zu Gast beim Reiterverein Gustav Rau Westbevern. Im dortigen Clubraum gab es eine Stärkung, und zudem tauschten die Teilnehmer alte Fuchsjagdgeschichten und Dönekes aus. Natürlich tagte dort auch das Jagdgericht. Für Stimmung sorgten dabei Antonius Hertleif als Staatsanwalt, Andreas Leifeld als Richter und Master Jan-Bernd Heitkemper als Ankläger. Die Sünder wurden gleich zur Kasse gebeten. Beispielsweise Klaus Bröker, der sich als Fuchsmajor 2019 „zu oft sehr dünn gemacht hatte“, so der Vorwurf des Anklägers. Berthold Buntenkötter aus Everswinkel wiederum musste als Strafe einen kleinen Obolus bezahlen, weil er den Master beim Herbstausritt überholt hatte. Und schließlich erwischte es auch Paul Borgmann, Gäste-Fuchsmajor des Jahres 2019. Er trug die Anklage mit Humor: Für sein verspätetes Eintreffen beim Stelldichein am Morgen musste er sich verantworten.

Zum Finale an der Ems am Nachmittag kamen zahlreiche Zuschauer, um die wilde Jagd zu erleben. In flottem Galopp kamen die Reiter von der Westbeverner Straße aus in den Pappelwald geritten. Als das Signal erklang, gab es kein Halten mehr.

Zunächst wurde der Gäste-Fuchsmajor ermittelt. Hier hatte der Sassenberger Christian Rath das glücklichere Händchen beim Ergreifen des Fuchsschwanzes.

Danach ging es um die spannende Frage: Wer wird Fuchsmajor des Reitervereins Telgte. Klaus Bröker trug den symbolischen Fuchsschwanz am Ärmel, als er, gefolgt von seinen Vereinskollegen, einige Runden drehte. Geschnappt hat sich die Trophäe schließlich beim Ritt durch den Pappelwald Jan Leifeld. „Ich hatte mir das schon die ganze Woche vorgenommen“, verriet ein überglücklicher Nachwuchsreiter. Der 13-jährige Sekundarschüler saß auf seiner Ponydame Atti mit der Trophäe in der Hand. Damit ist er der jüngste Fuchsmajor in der Vereinsgeschichte.

Der Tag klang am Abend in der Gaststätte „Im Wilden Mann“ aus.

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