1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. 25 Jahre Markttreiben in Vadrup

  8. >

Zufriedene Kunden und Beschicker

25 Jahre Markttreiben in Vadrup

Westbevern

Er ist klein und gemütlich und in wenigen Wochen wird er 25 Jahre alt: Der Wochenmarkt in Vadrup. Entstanden ist das Angebot aus einer Idee des Westbeverner Krink. Organisiert und verfeinert wurde das Konzept seinerzeit durch den ehemaligen Krink-Vorsitzenden Reinhold Hobeling in Zusammenarbeit mit den Marktbeschickern.

Bernhard Niemann

Im Mai gibt es den Vadruper Wochenmarkt seit einem Vierteljahrhundert. Foto: Bernhard Niemann

Klein, gemütlich und mit zahlreichen Angeboten. „Da kann man sich jederzeit mit frischer Ware eindeckten“, sind sich Berni Bitter, Paul Hüttmann und Norbert Wewelkamp bei ihrem Besuch auf dem Vadruper Wochenmarkt einig. Wolfgang Brendel, der fast jedes Mal zum Wochenmarkt kommt, deckte sich mit Obst, Gemüse und Eiern ein. „Die Ware ist frisch. Man weiß, wo sie herkommt. Hier bekomme ich das, was ich brauche. Und ich werde gut beraten.“

Zufriedenheit herrscht nicht nur bei den Kunden, deren Zahl zugenommen hat, sondern auch bei den drei Marktbeschickern Johannes Ahlbrandt, Otto Reckermann sowie Anja und Rainer Mertens. „Es macht Spaß. Die Kunden sind freundlich“, ist zu hören.

Der Vadruper Wochenmarkt steuert auf sein 25-jähriges Bestehen zu. Am 9. Mai ist es soweit. Dass die Marktgeschichte fortgeschrieben wird, daran lassen die Beschicker keinen Zweifel. Johannes Ahlbrandt und die Landfleischerei Otto Reckermann haben seit der Eröffnung im Jahre 1996 ihren festen Platz. Zu den „Dauerbrennern“ haben sich Anja und Rainer Mertens mit ihrem Verkaufswagen im Mai des vergangenen Jahres gesellt und damit aus einem Marktbeschicker-Duo ein Trio gemacht.

Johannes Ahlbrandt würde sich durch einen Fisch-Anbieter eine weitere Angebotsbereicherung wünschen. Zufrieden mit der Entwicklung im vergangenen Jahr sind alle drei Marktbeschicker. Über den festen Kundenstamm hinaus, gibt es weitere Besucher, die donnerstags von 16 bis 18 Uhr zum Brinker Platz in Vadrup kommen. „Die Anzahl der Kunden hat zugenommen. Es gibt zahlreiche neue Bürger, die sich mit Waren eindecken. Ein Ehepaar aus Handorf, das bei einer Radtour in Vadrup halt macht, gehört bereits zum festen Stamm“, sagt Johannes Ahlbrandt. „Es gibt hin und wieder sogar lange Schlangen. Die Besucher tragen in Zeiten der Corona-Pandemie aber alle Schutzmaske und halten die Abstandsregelung ein. Die Leute sind geduldig“, erzählen die Beschicker.

Johannes Ahlbrandt aus Westbevern verkauft auf dem Markt einige Hoferzeugnisse. Er hat unter anderem Eier, Brot, Kartoffeln, selbst gemachte Marmelade und Honig im Angebot. Nach Eiern werde vermehrt gefragt. „Ich kann aber nur soviel verkaufen, wie unsere Hühner legen“, sagt er.

Neben ihm steht Otto Reckermann aus Ostbevern mit seinen Fleisch- und Wurstspezialitäten aus nahezu vollständig eigener Herstellung auf dem beschaulichen Markt. Das Angebot ist reichhaltig. „Herzhafte Sachen sind gefragt“, erklärt Peter Manthey.

Frisches und Schönes aus der Region, Obst und Gemüse, frische Molkereiprodukte sowie weitere regionale und saisonale Waren umfasst das Sortiment von Anja und Rainer Mertens aus Ostbevern. „Es wird querbeet gewünscht“, berichtet Rainer Mertens.

Der Großteil der Kunden kommt bereits in der ersten Stunde nach der Öffnung, haben die die Anbieter festgestellt. „Wir werden aber auch nach 18 Uhr noch die bedienen, die sich in einer Schlange vor dem Verkaufsständen befinden“, unterstreicht Johannes Ahlbrandt. Pendlern, die um diese Zeit mit dem Zug aus Münster kommen, bietet sich dann auch noch eine Gelegenheit.

Zwischen 35 und 40 Kunden sind es im Durchschnitt, die wöchentlich den Vadruper Wochenmarkt besuchen. Entstanden aus einer Idee des Westbeverner Krink, dann organisiert und verfeinert durch den ehemaligen Krink-Vorsitzenden Reinhold Hobeling in Zusammenarbeit mit den Marktbeschickern, wurde das Angebot binnen vier Wochen auf dem Boden gestampft.

Beim Start am 9. Mai 1996 standen die Verkaufsstände auf dem Vorplatz der St.-Anna-Kapelle. Seit 2005 stehen sie auf dem Brinker Platz.

Startseite
ANZEIGE