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Urteil gegen 57-jährigen Mann aus Telgte

900 Euro Strafe für Faustschlag und Beleidigung

Telgte

Einsichtig zeigte sich ein 57-jähriger Man aus Telgte, dem Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen wurden. Undurchsichtig hingegen blieb die Rolle des Opfers.

-bjo-

Zu einer Geldstrafe verurteile das Gericht einen Telgter wegen Körperverletzung und Beleidigung.

„Ich habe einen Fehler gemacht und die Frau geschlagen“, zeigte sich ein 57-Jährige aus Telgte vor dem Amtsgericht einsichtig. Ihm waren Beleidigung und vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen worden, was der Mann in der Hauptverhandlung unumwunden einräumte. Die Quittung: Wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung wurde er zu einer Geldstrafe von 900 Euro (45 Tagessätze zu 20 Euro) verurteilt.

Allerdings habe der Faustschlag in das Gesicht seiner ehemaligen Lebensgefährtin, die dabei eine Prellung und ein Hämatom erlitt, durchaus eine Vorgeschichte gehabt, so der 57-Jährige im Laufe der Verhandlung. Am 25. März dieses Jahres habe man zusammengesessen und etwas getrunken. „Sie hat meine Mutter beleidigt“, berichtete der Angeklagte von seinen Erinnerungen. Auch habe die Frau versucht, Dinge wie sein Aquarium zu zerstören. Von einem Faustschlag wisse er nichts mehr, er sei am nächsten Morgen auf seinem Sofa aufgewacht.

„Schlagen ist das Schlimmste, was es gibt.“

Als er aber am nächsten Morgen davon gehört habe, dass er seine ehemalige Lebensgefährtin geschlagen haben soll, sei ihm sofort klar gewesen, dass er das getan habe: „Ich bin sicher, dass ich sie geschlagen habe“, zeigte sich der Mann schuldbewusst. „Schlagen ist das Schlimmste, was es gibt.“

Dass auch die Frau, eine 42-Jährige, am fraglichen Abend einiges an Alkohol konsumiert hatte, wurde im Verlauf der Verhandlung deutlich. Eine Blutprobe hatte 1,66 Promille ergeben. Zudem hatten die Polizisten in ihrem Bericht notiert, dass die „Aussage der Zeugin höchst fragwürdig“ gewesen sei.

In ihrer Zeugenaussage unterstrich die 42-Jährige, dass sie am fraglichen Tag lediglich Sachen beim Angeklagten habe abholen wollen. Ansonsten wolle sie nichts mehr mit ihm zu tun haben. Eine Aussage, die zumindest zweifelhaft scheint, konnte der Mann auf seinem Mobiltelefon doch zahlreiche Nachrichten der Frau vorzeigen, die nach den fraglichen Vorkommnissen verfasst worden waren.

Das Urteil, akzeptierte der Mann nach der Verkündung sofort: „Ich habe einen Fehler gemacht und die Frau geschlagen.“

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