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Spielgruppe „Kleine Freunde“ hört zum 1. August auf

Abschied mit ein wenig Groll

Telgte

Nach 14 Jahren ist Schluss: Die Spielgruppe „Kleine Freunde“ hört auf – wegen viel Bürokratie und hoher baulicher Auflagen.

Bürgermeister Wolfgang Pieper und Ulrich Junghans (3.v.l.) von der Stadt bedankten sich bei Karin Hinkelammert (Mitte) und ihrem Team für die Arbeit in der Spielgruppe „Kleine Freunde“. Foto: privat

Leicht fällt Karin Hinkelammert der Abschied von „ihren Kindern“ nicht, das wird im Gespräch mit der langjährigen Tagesmutter sowie Trägerin und Leiterin der Spielgruppe „Kleine Freunde“ deutlich.

Mehr als zwei Jahrzehnte hat sie Kinder betreut, in den Anfängen noch zu Hause, später in den Räumen des Kinder- und Jugendwerks an der Walter-Gropius-Straße und zuletzt in Räumlichkeiten an der Alfred-Krupp-Straße.

Rund 150 Kinder, schätzt die Pädagogin, sind es mindestens im Laufe der Jahre gewesen, die bei Karin Hinkelammert und ihrem Team oftmals erste Betreuungserfahrungen gesammelt haben, bevor wenig später dann zumeist der Schritt in den Kindergarten erfolgte.

Doch damit ist jetzt Schluss – und das geschieht nicht ganz freiwillig. Eine immer stärkere Bürokratie sowie bauliche Auflagen, über die Karin Hinkelammert mittlerweile nur noch den Kopf schütteln kann, haben letztlich dafür gesorgt, dass die Telgterin ein Jahr früher als geplant aufhört. Und auch die geplante Übergabe der Spielgruppe an ihre langjährige Mitarbeiterin und Mitstreiterin Sandra Karthaus wird es aus besagten Gründen nicht geben.

„Da wir nicht genug Anmeldungen für zweijährige Kinder hatten und leider keine Betriebserlaubnis für jüngere Kinder in unseren Räumlichkeiten bekommen haben, bleibt mir als Trägerin leider keine andere Wahl, als die Einrichtung zu schließen“, sagt Hinkelammert.

Auch wenn sich die eine oder andere übergeordnete Behörde in den vergangenen Jahren nicht immer wirklich kooperativ gezeigt habe, bedankten sich Hinkelammert und ihr Team bei einem Termin bei der Stadt, die immer ein offenes Ohr für die Anliegen der „Kleine Freunde“ gehabt habe.

Auch wenn aufgrund der bürokratischen Auflagen ein wenig Groll bei Karin Hinkelammert zum Abschied herauszuhören ist, froh ist die 62-Jährige darüber, dass ihre Mitarbeiterinnen alle eine neue Stelle in anderen Einrichtungen bekommen haben. Denn: „Es war immer eine tolle Zusammenarbeit und ein tolles Miteinander, auch mit den Eltern.“

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