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Anliegerbeschwerde

Alles unter 3,5 Tonnen hat weiter freie Fahrt - erhöhtes Verkehrsaufkommen am Jägerhaus

Telgte

Die Straßensperrungen und die damit verbundene Nutzung von Schleichwegen erzeugen viel Unmut. Für Verwirrung hat ein Doppelschild gesorgt.

-agh-

Gerd Sobolewski hat ein Bild von seinem Einkaufstrolley vor der abgesperrten Fußgängerampel am Münstertor gemacht. Autofahrer am Rochus-Hospital haben weiter freie Fahrt, das Doppelschild gilt nur für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen (kl. Bild). Foto: privat/agh

Die Berichterstattung über verschiedene Schleichwege, die Autofahrer nutzen, um beispielsweise die Sperrungen am Münstertor zu umfahren, hat für viele Diskussionen gesorgt – und das unter anderem auch wegen der fehlerhaften Auslegung eines Doppel-Verkehrsschildes in Höhe des Rochus-Hospitals. Sowohl der Anlieger als auch der Redakteur hatten von einer Sperrung für den Autoverkehr gesprochen.

Richtig ist vielmehr, dass die Sperrung nur für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gilt – ausgenommen Busse und Anliegerverkehr. Pkw-Fahrer machen, das sei hier deutlich unterstrichen, keinen Fehler, wenn sie die Strecke nutzen. Beide Schilder gelten verkehrsrechtlich als Einheit, insofern war auch der Bildausschnitt falsch gewählt.

„Das Zusatzzeichen darunter enthält lediglich eine Ausnahme zu dem Schild darüber und bezieht sich nur auf derartige Fahrzeuge“, schrieb beispielsweise Walter Streibel. Mit Bezug auf das Doppelschild merkt Jürgen Fieber an: „Im Klartext bedeutet dies, dass die Durchfahrt für jedweden Pkw-Verkehr zulässig und nicht eingeschränkt ist. Die Aussage im Artikel, ist also tatsächlich falsch und irreführend“.

Jürgen Fieber unterstreicht aber auch: „Natürlich sind die Anwohner – wie viele andere in Telgte auch – durch die aktuelle Verkehrssituation belastet.“ Ähnlich schreibt auch Walter Streibel: „Dass die derzeitige Situation für manche Anwohner eine Belästigung darstellt, ist verständlich. Aber das ist hoffentlich in Kürze vorbei. Für Anwohner im Bereich Münstertor sieht das ja seit geraumer Zeit etwas anders aus.“

Weg vom Pkw-Verkehr hin zu Fußgängern lenkt Gerd Sobolewski vom Münstertor den Blick. „Müssen die Anwohner vom Münstertor nicht mehr einkaufen gehen?“, fragt er mit Blick auf die Absperrbaken an der Fußgängerampel in Höhe Lidl, die derzeit dort aufgestellt sind.

Er fordert, den Blick auch bei Umleitungen und Absperrmaßnahmen nicht immer nur auf motorisierte Verkehrsteilnehmer zu richten, sondern dabei auch die Fußgänger nicht zu vergessen. Situationen wie aktuell an der Ampel könnten so leicht vermieden werden.

Eine deutliche Verbesserung der Situation im Bereich Münstertor soll es ab dem heutigen Dienstag geben. Denn dann werden die Sperrungen größtenteils aufgehoben, und eine Durchfahrt von der Bundesstraße in Richtung Innenstadt/Dicke Linde soll wieder möglich sein.

Eine Woche später soll dann – so die aktuellen Planungen – auch die Einbahnstraßenregelung in Höhe Burger King aufgehoben werden.

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