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Krink hat Wegenetz geschaffen

Alles, was Wanderer lieben

Westbevern

Wanderfreunde erleben rund um Westbevern traumhafte Bedingungen – dafür sorgt nicht zuletzt das Team, das sich um Krink-Wanderwart Bernhard Tippkötter gebildet hat. Die Ehrenamtlichen haben auf den Wanderwegen rund um Westbevern vieles im Blick.

Bernhard Niemann

Die Foto: Bernhard Niemann

Wanderwege einrichten ist das eine, sie zu pflegen die andere Sache. Der Westbeverner Krink hat mit der Schaffung der Wanderwege W-1 bis W-6, die das Wanderwegenetz mit Notfallservice durch Bankleitsystem umfassen, bewiesen, dass er beides kann. Dank der vielen freiwilligen Helfer lassen sich die notwendige Arbeiten wie die Anbringung der kleinen Schilder bezüglich der Streckenführung, die Renovierung bestehender oder das Aufstellen neuer Bänke sowie nicht zuletzt die Pflege an den Standorten bewältigen. Die Teams, die sich um Krink-Wanderwart Bernhard Tippkötter bilden, behalten alles im Auge, was die Wanderfreunde rund um Westbevern lieben. Um orientiert zu sein, können die Wanderer auf die ausführliche Wanderkarte zum Westbeverner Wanderwegenetz mit ihren Angaben zum Verlauf der Wanderwege, den Schutzhütten, Bänken, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten blicken, die in den Informationskästen aufgehängt sind. Eine Karte in Kleinformat liegt an verschiedenen Stellen im Ort aus und kann kostenlos mitgenommen werden.

Im Jahr 2010 wurde vom Westbeverner Krink der „Notfallservice durch Bankleitsystem“ für das Westbeverner Wanderwegenetz entwickelt und mit der Kreisstelle des Rettungsdienstes der Feuerwehr abgestimmt. Im selben Jahr wurde auch die erste ausführliche Karte zum Westbeverner Wanderwegenetz zu den Ruhebänken herausgegeben. Die Ruhebänke und Schutzhütten an den Wanderwegen sind mit einer individuellen Nummer versehen, die deutlich sichtbar angebracht ist. Zusätzlich ist die Notrufnummer 112 aufgedruckt. „Es gab im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts ein paar Situationen, in denen diese Infos hilfreich für die betroffenen Personen waren und Sicherheit gaben, dass ihnen geholfen werden konnte“, blickt Bernhard Tippkötter zurück.

„Notfallservice durch Bankleitsystem“

Er ist einer der Ideengeber des Westbeverner Bankleitsystems. Im Notfall kann durch dieses System unter Angabe der Banknummer schnell und zuverlässig Hilfe angefordert werden. Übrigens: Mehrere Gemeinden und Städte haben sich in den vergangenen Jahren beim Krink nach dem Bankleitsystem erkundigt und das dann auch umgesetzt. An 73 Bänken sind Nummern angebracht. Hinzu kommt ein Emblem des Westbeverner Krink. Insgesamt 111 Ruhebänke, dazu zählen auch die ursprünglich von der Stadt Telgte aufgestellten, die nach einer Übereinkunft mit dem Westbeverner Krink, vom Krink gepflegt werden, befinden sich an den 64 Standorten. Diese wiederum werden von 64 ehrenamtlichen Paten betreut. Sie kümmern sich darum, dass alles in einem guten Zustand ist. Über 40 Bänke wurden im Verlauf der vergangenen Jahre neu aufgestellt oder bereits vorhandene erneuert.

Für die Wegewarte beginnt bereits wieder die Arbeit.

Für die Wegewarte – zwei für jeden Wanderweg – und die vielen Helfer beginnt bereits wieder die Arbeit, damit für die Wandersaison alle Wanderwege entsprechend ausgeschildert und begehbar sind. Erfreulich: Dass die kleinen Schilder beschmiert oder gar entwendet werden, kommt eher selten vor.

Zu den Kunstobjekten an den Wanderwegen gehören das „liegende Kalb „ an der „Wiewelhooker Bank „ und die „Flederhausfamilie „ an der Krinkhütte „ Zur Fledermaus „ . Westbevern Foto: Bernhard Niemann

Bernhard Tippkötter, Josef Sickmann, Paul Hüttmann, Hubert Burlage, Albert Laubrock, Karl Schulze Eilfing sowie die weiteren Helfer haben da schon andere Zeiten voller Ärgernisse erlebt.

Das Wanderwegenetz umfasst rund 61 Kilometer. Zwischen zwei und elf Kilometern sind die Wanderwege lang. Start und Ziel sind der Dorfplatz (Parkplatz) im Dorf sowie die St.-Anna-Kapelle in Vadrup. Auf der kleinen Ausführung des Westbeverner Wanderwegenetzes ist zum Streckenverlauf auch eine nähere Beschreibung mit interessanten Details zu jedem Wanderweg angegeben. Wandern und Natur haben eine hohe Priorität im Krink. Der erste Rundwanderweg W-1 wurde am 28. Januar 1989 vorgestellt. Die weiteren folgten in den Jahren 1990, 1991, 1992, 1999 und 2010. Bei der Begehung fallen dem Wanderfreund auch einige Kunstwerke ins Auge. Wer an der „Wiewelhooker Bank“ eine kleine Pause einlegt, der kann das Kunstobjekt in Form eines „liegendes Kalb“ betrachten. Die Künstler Edgar und Gabi Pehle aus Mettingen haben dieses Kunstwerk aus einem Baumstamm geschaffen. Es wurde eigens mit der Kettensäge angefertigt. An der Krinkhütte „Zur Fledermaus“ ziehen eine große Fledermaus und mehrere kleine Fledermäuse, aus einem großen Eichenstamm hergestellt, die Blicke auf sich. Auch hier haben die Pehles vor einigen Jahren ein passendes Kunstobjekt geschaffen.

Die Streckenführung des Westbeverner Wanderwegenetzes ist auf der Homepage des Krink unter „Abteilungen“ und dann „Wandern und Naturschutz“ mit einer ausführlichen Beschreibung zu finden.

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