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Tansania-Initiativ-Gruppe überweist 14 000 Euro an Projektpartner

Auf Hilfe aus Telgte ist Verlass

Telgte

14.000 Euro konnte die Tansania-Initiativ-Gruppe St. Marien Telgte trotz pandemiebedingter Einschränkungen in diesem Jahr sammeln. Sie stehen nun dem Mwemage-Hospitel und der Hekima Secondary School für den weiteren Ausbau der Hygiene-Infrastruktur zur Verfügung.

Angelika Kleinhans und Schwester Esther halten das Tuch in Händen, das der Tansania-Initiativ-Gruppe St. Marien von den tansanischen Partnern als Zeichen des Dankes für die Unterstützung übermittelt worden ist. Foto: Große Hüttmann

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen konnte die Tansania-Initiativ-Gruppe (TIG) St. Marien erneut einen stattlichen Betrag an die Projektpartner in Tansania überweisen. Als sich durch die Absage des Frühlingsfestes und den Verzicht auf einen Stand auf der Kirmes der Kontostand der Null näherte, startete die Gruppe im September über unsere Zeitung einen Spendenaufruf. Die große Resonanz darauf zeige, welch ein großes Herz viele Telgter auch in einer für sie selbst schweren Zeit für die „fernen Nächsten“ haben, freut sich die TIG in einem Pressetext.

Maßnahmen gegen Covid-19-Ausbreitung

Dank der vielen Spenden war es der Gruppe möglich, die zugesagte Unterstützung der Projekte aufrechtzuerhalten. 14.000 Euro wurden nach Tansania überwiesen. Dieser Betrag steht nun dem Mwemage-Hospitel und der Hekima Secondary School für den weiteren Ausbau der Hygiene-Infrastruktur zur Verfügung. Umgesetzt werden Maßnahmen, die die Übertragung von Covid-19 erschweren sollen.

„Leider ist das Impftempo in Tansania immer noch äußerst gering“, bedauert die TIG. Lediglich 1,36 Millionen Tansanier (2,2 Prozent der Bevölkerung) galten Ende November Angaben der Regierung zufolge als vollständig geimpft. Weitere 0,37 Millionen Menschen erhielten bis dahin ihre Erstimpfung mit Sinopharm.

Geringe Nachfrage nach Impfungen

Nach Verlautbarungen internationaler Agenturen stehen momentan noch weitere drei Millionen Impfdosen zur Verfügung, doch die Impfnachfrage durch die Bevölkerung sei nach wie vor Besorgnis erregend gering.

Denn aus Angst vor Tests und Impfungen, die angeblich schwer gesundheitsschädlich oder gar tödlich seien, hielten viele Tansanier Dampf-Inhalationen und die Anwendung heimischer Heilkräuter für den besten Schutz vor einer Infektion, teilt die TIG mit. Die Politik des verstorbenen Präsidenten und Corona-Leugners John Magufuli erweise sich nach wie vor als schweres Erbe für Amtsnachfolgerin Suluhu Hassan.

„Um im Kampf gegen das Virus nicht hoffnungslos zu unterliegen, ist es unumgänglich, dass die Regierung Tansanias die Bevölkerung mit wissenschaftlich belastbaren Fakten über das Virus aufklärt und zu Impfungen aufruft. Für die Industriestaaten gilt es, dafür Sorge zu tragen, dass immer ausreichende Mengen an Impfstoffen bereitstehen“, so die TIG.

Partner schicken Tuch als Zeichen des Dankes

Wie dankbar die tansanischen Partner für die verlässliche Unterstützung seien, zeige das Tuch, das die Telgter Gruppe von ihnen erhalten hat. Diesen Dank an die vielen Spender und Unterstützer weiterzugeben, ist den Mitgliedern ein großes Anliegen. Auf dem Tuch sei zu erkennen, welch große Bedeutung die Giraffe für die Menschen in Tansania habe. Sie werde bewundert wegen ihrer Eleganz und geschätzt als Symbol für Friedfertigkeit, Weitblick, Umsicht und Überblick.

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