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Bahnhof Vadrup

Bald barrierefreier Zugang?

Westbevern

Zumindest die kleine Lösung, die barrierefreie Erschließung von Gleis 2 in Vadrup, scheint schon bald möglich zu sein.

A. Große Hüttmann

Der Weg für einen provisorischen barrierefreien Zugang zu Gleis 2 mittels einer Rampe über die stillgelegten Gleise in Vadrup scheint frei. Denn das Eisenbahn-Bundesamt muss über das Vorhaben lediglich informiert werden, was deutlich weniger bürokratischen Aufwand bedeutet. Zudem sind Fördergelder in Aussicht gestellt worden. Foto: Große Hüttmann

Die komplett barrierefreie Umgestaltung des Bahnhofes in Vadrup kostet nicht nur deutlich mehr als zwei Millionen Euro, sondern lässt sich auch in den nächsten rund zehn Jahren angesichts knapper Planungskapazitäten bei der Bahn nicht realisieren. Das ist – sehr verkürzt – das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die ganz frisch im Rathaus vorliegt.

Einen Lichtblick gibt es dennoch, denn zumindest der barrierefreie Zugang zu Gleis 2 – der Krink hatte einen Vorschlag dafür gemacht – scheint jetzt möglich zu sein. Und das sogar recht schnell. Wie berichtet, soll der Zugang vom Norden aus über eine Rampe erfolgen, die über zwei stillgelegte Gleise führt.

„Ursprünglich waren alle Projektbeteiligten der Meinung, dass das Eisenbahn-Bundesamt beteiligt werden muss. Das ist aber nicht der Fall, die Behörde muss lediglich informiert werden“, sagte Bürgermeister Wolfgang Pieper im Stadtrat. Damit reduziere sich der Abspracheaufwand erheblich. Zudem habe der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr bereits für das kommende Jahr Fördermittel für diese kleine Lösung in Aussicht gestellt. Die Maßnahme ist mit rund 55 000 Euro veranschlagt, 19 000 Euro wären der städtische Eigenanteil. Auch eine Realisierung scheint schnell möglich zu sein, Pieper sprach von 2018.

Für die große und komplett barrierefreie Lösung wurden in der Machbarkeitsstudie unterschiedliche Varianten überprüft. Details waren dabei unter anderem eine Rampenanlage sowie eine Erhöhung der Bahnsteige. Sämtliche dieser Varianten werden mit Kosten von deutlich über zwei Millionen Euro beziffert. Bei einer unterstellten Förderquote von 90 Prozent hätte der städtische Eigenanteil immer noch deutlich über 200 000 Euro betragen.

Zudem, das hatte die Bahn bereits gegenüber der Stadt signalisiert, seien die Planungskapazitäten bei dem Unternehmen derzeit angesichts der Fülle entsprechender Maßnahmen knapp. Eine Realisierung vor 2025 scheint ausgeschlossen.

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