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Umfassende Sanierungen auf der Tennisanlage der SG Grün-Weiß Telgte

Bald wieder eine Wohlfühloase

Telgte

„Das war keine Wohlfühloase mehr“, sagt der Vorsitzende der SG Grün-Weiß Telgte Olaf Hartmann mit Blick auf die sanitären Anlagen und Umkleiden des Vereins an der Einener Straße. Aktuell wird im Clubheim der Tennisspieler ordentlich gerissen und gewerkelt. Möglich gemacht hat die Sanierungsmaßnahme unter anderem das Förderprogramm „Moderne Sportstätten“.

Ralf Aumüller

Schimmel und Risse – die sanitären Anlagen und Umkleiden auf der Tennisanlage waren dringend sanierungsbedürftig: Olaf Hartmann (erster Vorsitzender der SG Grün-Weiß) und Conny Meyer (zweite Vorsitzende) inmitten der Baustelle. Foto: Ralf Aumüller

Schimmel auf dem Boden, Risse in den Wänden, Ausstattung und Technik von anno dazumal: Die sanitären Anlagen und Umkleideräume auf der Tennisanlage waren – mit dem bloßen Auge sichtbar – dringend sanierungsbedürftig. „Schön war das nicht mehr“, sagt Conny Meyer, die zweite Vorsitzende der SG Grün-Weiß Telgte, leicht untertreibend. Ebenso trocken kommentiert der Vorsitzende Olaf Hartmann den bisherigen Zustand: „Das war keine Wohlfühloase mehr.“

Das soll in wenigen Wochen anders sein. Der obere Trakt auf der Clubanlage wird derzeit grundsaniert. Insgesamt 120 000 Euro kosten die Maßnahmen.

Die gesamte Anlage auf dem Erbpacht-Grundstück an der Einener Straße gehört dem Verein mit seinen gut 400 Mitgliedern. „Das Clubheim wurde Ende der 70er-Jahre gebaut. Seitdem ist nichts mehr gemacht worden“, verdeutlicht Hartmann, wie groß der Modernisierungsdruck war. Die Umkleiden und Duschen, das war dem Vorstand klar, hatten oberste Priorität. Als die Verantwortlichen die ersten Angebote einholten, „waren wir schier erschrocken, was da finanziell auf uns zukommt“, erinnert sich der Vereinsboss.

Da kam die Hilfe vom Land gerade richtig. Die SG Grün-Weiß bewarb sich, wie berichtet, um Mittel aus dem NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ – und wurde schließlich mit 60 000 Euro bedacht. Zunächst werden 48 000 Euro von der NRW-Bank überwiesen. Nach Fertigstellung folgt der Rest.

Der Club macht bei der Renovierung keine halben Sachen. „Nach der Förderzusage haben wir uns für eine große Lösung entschieden“, erklärt Hartmann. Heizung samt Fußbodenheizung, Elektrik, Wasserleitungen, Fliesen, Böden, Türen, Möbel – alles im oberen Bereich wird komplett neu gemacht. Am 1. April sollten die Arbeiten eigentlich beendet sein, ehe Schnee und Frost zu Verzögerungen geführt haben. Die ausführende Firma Eikel aus Everswinkel habe die Fertigstellung laut Hartmann nun für den 16. April zugesagt. Noch wartet jede Menge Arbeit auf die Handwerker.

Die NRW-Fördermittel decken zur Hälfte das Investitionsvolumen von 120 000 Euro ab. 30 000 Euro steuere der Club zudem als Eigenkapital bei, so Hartmann. „Das Geld konnten wir nach der Fusion mit der SG zur Seite legen.“ Die Zahl der Mitglieder habe sich durch die Zusammenlegung des TC Grün-Weiß und der Tennissparte der Sport-Gemeinschaft erhöht, die Ausgaben dagegen hätten sich durch Synergieeffekte verringert. Die übrigen 30 000 Euro seien durch Spenden und eine Finanzierung des Vereins (über zehn Jahre) abgedeckt.

Einsparungen wären durch Eigenleistungen der Mitglieder denkbar gewesen. „Das war in der Corona-Pandemie, wenn nur zwei Leute zusammen sein dürfen, aber nicht zu planen“, betont Hartmann. Bei etwaigen Arbeitseinsätzen ausreichend Abstand einzuhalten, sei schwer möglich.

Bis Mitte April, so die Hoffnungen des Club-Vorstands, sollen auch die Plätze wieder zum Spielen freigegeben werden. Nicht nur die Mitglieder warten sehnsüchtig auf diesen Termin, sondern nach Angaben von Olaf Hartmann auch viele potenzielle Neulinge. „Zurzeit bekommen wir viele Anfragen und Anträge“, sagt der Vorsitzende.

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