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Kirmes lockt am Wochenende Tausende Besucher

Balsam für die Seele

Telgte

Viele Tausend Besucher drängten sich am Wochenende im Rahmen des Mariä-Geburts-Marktes über die Kirmes. Die Gäste waren begeistert, sich nach der Corona-Zeit endlich wieder unbeschwert vergnügen zu können. Auch die Schausteller zeigten sich erleichtert.

Von Bernd Pohlkamp

Zusammen mit Vertretern der Hanse, der Politik und der Verwaltung eröffnete Bürgermeister Wolfgang Pieper nicht nur die Kirmes, sondern machte auch das eine oder andere Spiel mit. Foto: Bernd Pohlkamp

Die Kirmes lebt – und wie: Nach drei Jahren Corona-Einschränkungen hat dieses traditionsreiche Heimatfest seinen Dreiklang aus Jahrmarkt, Reit- und Springturnier sowie Mariä-Geburts-Markt wieder.

Ging es am Freitag beim Warm-up noch einigermaßen überschaubar zu, sorgten am Samstag mehrere Tausend Besucher für eine regelrechte Wiedergeburt. Reize für alle Sinne und vor allem Geselligkeit bietet das Fest: Fahrgeschäfte, Schießbuden, Waffelstände, Kinderkarussells und alles, was das kulinarische Kirmesherz begehrt.

Erstmals vor Ort erhältlich und ein Verkaufsschlager: Eis mit einem Dragon-Breath-Effekt – also einem dampfenden Drachen-Atem.

Bereits bei der offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag durch Bürgermeister Wolfgang Pieper und die beiden Schaustellervertreter Philipp Heitmann und Hans-Kurt Wimmer war es zwischen Emstor, Ostbeverner Straße und Busparkplatz zu spüren: „Sehr lange hat Telgte darauf gewartet, endlich wieder so feiern zu können. Das ist Balsam für die Seele“, war mehrfach zu hören.

Auch kurze Regenschauer hielten die Massen nicht vom Vergnügen ab. Am Samstagabend strahlten Tausende, insbesondere junge und jung gebliebene Gesichter, mit der Sonne und später dem Mond um die Wette. Auch viele Ältere genossen das Vergnügen, das gleichzeitig für viele Treffpunkt ist und ein Grund, wieder nach Telgte zu kommen.

Durch Ausfälle von Schaustellern, die beispielsweise pandemiebedingt auch wirtschaftlicher Natur waren – der eine oder andere wurde allerdings schmerzlich vermisst – konnten die Getränke- und Imbissstandinhaber so viele Tische und Bänke aufstellen wie noch nie. Und trotzdem gab es kaum freie Sitzgelegenheiten.

Wer es etwas ruhiger haben wollte, der erlebte bis zum frühen Abend auf dem nahen Turniergelände spannenden Reit- und Dressursport des Reitervereins Gustav Rau Westbevern.

Marktmeister Stefan Reiser und seine Assistentin Annika Becker hatten die Rahmenbedingungen für das Vergnügen geschaffen und beispielsweise die Plätze verteilt. Am Samstagabend – als alles bestens lief und viele zufriedene Besucher unterwegs waren – war Stefan Reiser sichtlich erleichtert. Er geriet regelrecht ins Schwärmen, auch wenn so mancher Wermutstropfen dabei war, weil auch die eine oder andere Schaustellerabsage zu verkraften war.

Welche Bedeutung das Fest auch für die junge Bevölkerung hat, zeigt sich daran, dass viele in ihre Heimatstadt gekommen sind, um mit ihren Familien und Freunden zu feiern, Bekannte zu treffen und einfach Spaß zu haben.

Das Ehemaligentreffen des Gymnasiums (ausführlicher Bericht folgt) mit rund 400 Teilnehmenden war bewusst so gelegt worden, dass der Ausklang auf dem Kirmesgelände stattfinden konnte.

Am heutigen Montag geht es mit dem Reit- und Springturnier im Pappelwald weiter, die Kirmes öffnet um 15 Uhr, und am Abend findet um 21 Uhr das Feuerwerk statt. Am Dienstag ist der Mariä-Geburtsmarkt mit dem Reitturnier im Pappelwald und der Kirmes.

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