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2G-Regelungen für den Handel 

Bändchen für schnelle Kontrollen?

Telgte

Trotz 2G möchte der Telgter Einzelhandel den Kunden ihren Einkauf so einfach wie möglich machen. Bändchen am Handgelenk sollen schnelle Kontrollen ermöglichen.

Von A. Große Hüttmann

Solche Bändchen, wie sie beispielsweise in Osnabrück auf dem historischen Weihnachtsmarkt verwandt werden, will die Hanse – wenn rechtlich möglich – bestellen, um damit die anstehende 2G-Regelung im Einzelhandel recht unkompliziert umsetzen zu können. Foto: Friso Gentsch/dpa

Trotz der aller Voraussicht nach anstehenden 2G-Regelung für den Einzelhandel: Der Einkauf soll den Kunden in Telgte weiterhin so einfach wie möglich gemacht werden. Das ist das erklärte Ziel der Hanse, und deswegen haben sich die Vorsitzende Walburga Westbrock, der Leiter der Hanse-Geschäftsstelle, Norbert Woestmeyer, sowie der städtische Wirtschaftsförderer Andreas Bäumer am Freitag bereits frühzeitig darüber ausgetauscht, wie eine einfache und trotzdem effektive Kon­trolle der anstehenden Regelungen umgesetzt werden könnte.

Und dabei sind sie, andere Städte haben das System bereits unter anderem für Weihnachtsmärkte etabliert, auf Bändchen gekommen. Die Idee dahinter: Wer einmal seinen 2G-Nachweis (vollständige Corona-Impfung oder Genesung) erbringt, erhält ein entsprechendes Bändchen um den Arm gelegt – und kann so in jedem Geschäft der Kaufmannschaft seinen Status nachweisen. Solche Bändchen sind in der Veranstaltungsbranche bekannt und bewährt. Ein Austausch ist nicht möglich, ohne dass es dabei zerstört wird.

„Wir halten das für ein Mittel, das sowohl für die Kunden als auch für die Einzelhändler praktikabel sein könnte“, sagt Norbert Woestmeyer. Denn die Kunden hätten vermutlich bei einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt nicht wirklich Lust, vor dem Betreten eines jeden Ladens immer wieder neu ihren Impfausweis und den Personalausweis vorzuzeigen.

Das soll mit diesen Bändchen vermieden werden. Zudem werde, wenn diese Bändchen durch die Corona-Schutzverordnung ermöglicht würden, die Kontrolle der 2G-Regelungen auch für die Einzelhändler vereinfacht. Denn sie müssten dann nicht mehr jeden Kunden unter die Lupe nehmen, sondern nur die, die bislang in keinem anderen Geschäft waren und daher noch kein entsprechendes Bändchen haben.

Denn, daraus machen Norbert Woestmeyer und Walburga Westbrock keinen Hehl, so sehr sie die Reglung auch verstehen, das Ganze sei mit einem erheblichen Aufwand für die Händler verbunden. Viele Ladeninhaber seien alleine im Geschäft, die Kontrollen würden zusätzlich Zeit binden. Insofern seien die Bändchen ihrer Meinung geeignet, das Ganze in einem auch für die Kaufleute vertretbaren Rahmen zu halten.

Die Hanse hofft nun darauf, dass die Idee auch Wirklichkeit werden kann und durch die Landesverordnung, die noch aussteht, ermöglicht wird. Generell, das unterstreicht Westbrock, sieht sie mit der 2G-Regelung die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes weiter im Geschäft zu bleiben. „Ein Lockdown mit Ladenschließungen wäre katastrophal“, betont sie.

Gespannt warten die Vertreter der Hanse nun auf die Details der angekündigten neuen Corona-Schutzverordnung. Denn erst wenn diese vorlägen, wüssten die Händler letztlich genau, wie sie vorzugehen hätten. Die Bändchen sind vorbestellt, damit der lokale Handel in Telgte nahtlos und problemlos weiterlaufen kann.

Video „2G-Regelung im Einzelhandel in Rheine" in Kooperation mit dem WDR:

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