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Sekundarschüler erstellen Erklärvideos

Beethoven wird zum Filmstar

Telgte

Nach dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ erstellten Siebtklässler der Sekundarschule an der Marienlinde Erklärvideos zu Beethoven. Dabei lernten sie selbst viel über den berühmten Komponisten.

wn

Kreative Umsetzung: Ein Playmobilskelett in einer Schatzkiste stellte zum Beispiel den Tod von Beethovens Mutter dar. Foto: Sekundarschule

Da die Veranstaltungen im Beethovenjahr 2020 wegen Corona mehr oder weniger ausgefallen ist, widmen sich viele auch noch 2021 dem großen Komponisten. So auch die Klassen 7b und 7c der Sekundarschule an der Marienlinde. Hier wurde Beethoven übrigens zum Filmstar.

Musiklehrerin Gabi Giebel erarbeitete mit ihren Schülern und Schülerinnen im Distanzunterricht die Hintergrundinformationen. Dann ging es an die eigentliche Aufgabe, die Erstellung der Erklärvideos. Das sind kurze Filme aus Eigenproduktion, die vor allem über Youtube zu einem milliardenfach genutzten Format geworden sind. Die Produktion solcher Videos sei aus pädagogischer Perspektive sehr geeignet, einen Sachverhalt intensiv zu erarbeiten. Hier zähle das Prinzip „Lernen durch Lehren“, so die Schule.

Pfiffige Ideen

Jeder Schritt muss durchdacht werden. Hierzu mussten die Schüler das ganze Material sichten und entscheiden, was in dem Erklärvideo zur Sprache kommen soll. Außerdem brauchten sie Bilder zur Biografie von Beethoven, die an passender Stelle eingeschoben werden mussten. Das benötigte Material konnten sie zum einen aus dem Internet nehmen, zum größten Teil wurde es aber selbst gemalt und zurechtgeschnitten.

Gabi Giebel ist begeistert von den pfiffigen Ideen, die sie wirklich oft zum Schmunzeln brachten. So wurde zum Beispiel das „frühe“ Talent Beethovens mit einer Uhr, die auf fünf vor sieben stand, dokumentiert oder die Alkoholsucht des Vaters mit außergewöhnlichen Flaschenkompositionen. Auch der Einsatz eines Playmobilskeletts in einer Schatzkiste um den Tod von Beethovens Mutter darzustellen, fand die Musiklehrerin sehr kreativ.

Neben diesen Vorbereitungen galt es, ein Storyboard zu erstellen, in dem die Abfolge von Texten, Bildern und Musikbeispielen in die genaue Reihenfolge gebracht wird, um den Film zu strukturieren. Das Bedienen und Anwenden von Geräten und Programmen sowie die Aufnahme und das Zusammenschneiden einzelner Filmsequenzen war für viele eine neue Herausforderung. Dies galt auch für den abschließenden Vortrag. Um alles gut rüberzubringen, musste laut, deutlich und interessant gesprochen werden. Die kleinen Filme konnten sich sehen lassen. Über die Kommunikationsplattformen in den Videokonferenzen ließen sich die Ergebnisse sehr gut präsentieren und Applaus gab es auch digital.

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