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Reise nach Krasnodar

Besuch bei Freunden

Telgte

Norbert Reinert und Waldemar Repp vertraten Telgte bei der Arbeitstagung der deutsch-russischen Städtepartnerschaften.

Björn Meyer

Neben vielen Gesprächen stand für Norbert Reinert (kleines Bild, 2.v.l.) und Waldemar Repp (r.) ein geballtes Rahmenprogramm an. Foto: privat

Nicht nur in Telgte, auch in rund 100 anderen deutschen Städten wird eine Partnerschaft mit einer russischen Stadt gepflegt. Aus diesem Grund findet alle zwei Jahre eine Arbeitstagung der Städtepartnerschaften statt. In diesem Jahr war das russische Krasnodar, eine wachsende und wohlhabende Stadt in Südrussland, Austragungsort der fünftägigen Veranstaltung.

Von Telgter Seite war Norbert Reinert gemeinsam mit Waldemar Repp in der Stadt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Dort sei es um kommunale Zusammenarbeit, gemeinsame Gedenkkultur, Jugend, Bildung, Sprachförderung und Toleranz gegangen, zählt Reinert im Gespräch mit der Redaktion auf.

Repp und er selber hätten dabei im Wirtschaftsforum der Veranstaltung, die zum 15. Mal stattgefunden hat, diskutiert. Passend dazu gab es auch ein Rahmenprogramm. Unter anderem besuchten die Teilnehmer den deutschen Landmaschinenhersteller Claas, der in Krasnodar ein großes Werk aufgebaut hat und von dort die GUS-Staaten beliefert. „Beeindruckend, wie modern das arbeitet“, sagt Reinert, der früher einmal selbst im Metallbau tätig war. Auch ein Verteillager der Firma Stihl, deutscher Hersteller von Motorgeräten, besuchten die Teilnehmer.

Begrüßt worden waren die Vertreter der Partnerstädte übrigens am ersten Tag von zwei Herren namens Sergei Wiktorowitsch Lawrow und Sigmar Gabriel. Die beiden Außenminister waren dabei keineswegs die einzigen hochkarätigen Gäste. Zahlreiche Experten aus unterschiedlichen Themenfeldern regten in den verschiedenen Foren zu verschiedensten Diskussionen an. Darunter auch Deutsche, die in Russland leben, was, so die Experten, durchaus Vorteile im geschäftlichen Alltag mit sich bringe.

Aktuelle politische Fragen um die Beziehungen der beiden Länder standen nicht im Vordergrund der Veranstaltung. „Klar wurden immer mal wieder Anspielungen gemacht, mehr aber auch nicht. Es wurde sich in den Gesprächen vor allem auf die vielen persönlichen Freundschaften konzentriert“, so Reinert.

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