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Sommerschule in Westbevern

Bildungschance in der Ferienzeit

Westbevern

Erstmals findet in Westbevern eine „Sommerschule“ statt. Dabei sollen auch durch Corona entstandene Bildungslücken gestopft werden.

wn

Ziehen in Sachen Bildung an einem Strang (v.l.): Jana Ungruhe (Grundschullehrerin), Olaf Hartmann (Sparkasse Münsterland Ost), Anja Beckmann (Förderverein der Grundschule) und Verena Bergmann (Förderverein der Grundschule). Foto: Bernhard Niemann

„Alle Kinder machen gut mit und haben viel Spaß in den Unterrichtsstunden“, sagte Jana Ungruhe. Die Lehrerin aus Westbevern leitet den Unterricht für zwölf Grundschulkinder, die am Projekt „Sommerschule“ teilnehmen, das in dieser Woche stattfindet und in einer Gemeinschaftsaktion durchgeführt wird.

Die Initiative zur ersten Mal „Sommerschule“ kam von der Elternschaft. Der Wunsch war stark, „dass durch Corona in Westbevern keine Bildungslücke aufklafft“. Unterstützung erfuhr das Projekt der Grundschule durch Schulleiterin Silke Neier. Sie habe mit den jeweiligen Fachlehrern gesprochen, um herauszufinden, welche Kinder von dem Projekt besonders profitieren könnten.

Nach Rücksprache mit den Familien wurde dann die Anmeldung vorbereitet. Ziel war es, Lücken in den Fächern Deutsch und Mathe, die durch die Schulschließung und Unterrichtsausfälle drohten, zu schließen.

Grundschullehrerin Jana Ungruhe entwickelte spielerisch, sprachlich und schulisch einen Leitfaden, der allen Kindern helfen sollte. „Es werden auch gewisse Dinge wiederholt, damit alles sitzt“, sagt sie. Sie selbst unterrichtet Gruppen mit je sechs Kindern. Die erste zwischen 8 und 10, die zweite zwischen 10.30 und 12.30 Uhr.

Die durch Corona notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen werden dabei penibel eingehalten.

„Es macht mir viel Spaß. Ich habe gleich zugesagt bei der Sommerschule als Lehrerin dabei zu sein. Ich freue mich wirklich, dass es so gut gelaufen ist“, sagt sie.

Positives Feedback gab es auch durch die Mitglieder des Fördervereins der Grundschule, die die Initiative von den Eltern ausgehend vor allem organisatorisch unterstützen.

Die Stadt Telgte hatte dem Förderverein genehmigt, im Musikraum der alten Grundschule in Vadrup zu unterrichten – dieses nach Abstimmung mit dem Westbeverner Krink.

Die Initiatoren waren dankbar über die finanzielle Unterstützung durch das Jobcenter und die Sparkasse Münsterland Ost.

„Wir beteiligen uns gerne finanziell an der schulischen Förderung der Kinder, damit alle ihre Chance auf dem schulischen Sektor erhalten“, betonte auch Olaf Hartmann, Filialleiter der Sparkasse in Telgte.

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