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Projekt mit Studenten

Biotoptypen in den Emsauen bestimmen

Telgte

Studenten der Uni Münster erarbeiten in diesen Tagen, welche Biotoptypen es im Emsauenpark gibt. Das tun sie, indem sie feststellen, welche Pflanzen an welchen Stellen wachsen. Am Ende sollen die Ergebnisse auf einer Karte festgehalten werden.

Von Stefan Flockert

Die Studenten bestimmen im Beisein von Viola Krone (2.v.l.) von der Uni, Andreas Beulting vom Nabu und Kristine Herkströter (r.) die eine oder andere Pflanze im Emsauenpark. Foto: Stefan Flockert

Mit Pflanzenbestimmungsbüchern in der Hand sind sie in diesen Tagen im Emsauenpark unterwegs. 13 Studenten des Instituts für Landschaftsökologie der Universität Münster nehmen genau unter die Lupe, was in dem kleinen Naturparadies so alles blüht und gedeiht.

Die Studierenden nehmen an dem Kurs „Biotop- und FFH-Lebensraumtypenkartierung“ teil. Nach fünf Vorlesungen, in denen es unter anderem darum ging, was Biotope und FFH-Gebiete sind und weshalb diese als solche ausgewiesen werden, steht nun der praktische Teil auf der Agenda. „Sie sollen nun ihr erlerntes Wissen in der Natur anwenden“, erläuterte Viola Krone, Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe „Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung“ am Institut für Landschaftsökologie an der Uni Münster. Die arten- und blütenreichen und sehr vielfältigen Wiesen, die bis Mitte der 1980er-Jahre noch landwirtschaftlich genutzt worden waren, bieten mit den angrenzenden Wäldern ausgezeichnete Voraussetzungen, um unterschiedliche Vegetationstypen kennenzulernen und das dort beheimatete Artenspektrum zu erfassen. Und genau deshalb ist das Gebiet für dieses Projekt gemeinsam mit Andreas Beulting von der Nabu-Naturschutzstation Münsterland, die seit Jahren für die naturschutzfachliche Betreuung des Areals zuständig ist, ausgewählt worden. Als Eigentümerin der Flächen ist auch die Stadt Telgte mit im Boot.

Die Studenten sind in vier Gruppen ausgeteilt. Jede untersucht einen anderen Teil des Emsauenparks, so dass auf den anschließend von den Teilnehmern zu erstellenden Karten verschiedene Ergebnisse zu erwarten sind. Denn im Emsauenpark gibt es unterschiedliche Biotoptypen wie Grünland, Gewässer oder auch Auwald. Wobei sich das Grünland auch noch unterteilen lässt, da es trockene Ecken, aber auch Feuchtgebiete gibt. Genau bestimmen lassen sich die Biotoptypen anhand der dort heimischen Pflanzenwelt.

„Schön ist es für uns und die Stadt Telgte, wenn wir am Ende eine Biotoptypenkarte haben“, freut sich Andreas Beulting gemeinsam mit Grüningenieurin Kristine Herkströter von der Stadt auf die Resultate. Daraus ist dann auch auch abzulesen, wie die in den vergangenen Jahren in den Emsauen eingeleiteten Maßnahmen gefruchtet haben.

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