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Brücke Voßhaar wird in Abhängigkeit von der Bahn ertüchtigt

Bis November gilt: Weiterhin Geduld haben

Telgte/Westbevern

Die Bücke Voßhaar in Vadrup wird in diesem Jahr wieder komplett freigegeben. Allerdings müssen Auto- und Lkw-Fahrer noch ein bisschen Geduld aufbringen.

bl/stk

Die Bahnbrücke Voßhaar wurde im Juni 2020 nach dem Absturz der Brückenkappe gesperrt. Im September (Foto) konnte sie für Fußgänger und Radfahrer wieder freigeben werden. Autos, Lastwagen und Traktoren werden aller Voraussicht nach das Bauwerk erst wieder ab November nutzen können. Foto: Stefan Flockert

Die gute Nachricht vorneweg: Die Bücke Voßhaar in Vadrup wird in diesem Jahr wieder komplett freigegeben. Die weniger gute Botschaft: Bis dahin müssen alle Kraftfahrzeuglenker noch eine Menge Geduld haben. Denn: Erst „Mitte oder Anfang November“, so Bauamtsleiter Christian Korte im jüngsten Bauausschuss, werde die Brücke wieder für den gesamten Verkehr befahrbar sein.

Zur Erinnerung: Die Brücke Voßhaar in Vadrup war am 5. Juni 2020 nach dem Absturz der Brückenkappe gesperrt worden. Im September wurde sie nach einigen Absicherungsarbeiten wieder für Fußgänger und Radfahrer freigeben. Für Autos, Lastwagen und Traktoren war sie aber weiterhin tabu. In zwei Nachtaktionen hatten Mitarbeiter des Bauhofes während von der Deutschen Bahn festgelegten Sperrpausen, in denen es gar keinen oder nur einen dezimierten Zugverkehr gibt, eine Wand als provisorischen Schutz für die Nutzer auf der Brücke installiert. Zudem wurde die verbliebene nördliche Brückenkappe mit Dübelankern gesichert, damit diese nicht auch noch auf die Gleise stürzt.

In den nächsten Monaten, erläuterte Korte jetzt im Bauausschuss weiter, werde es weitere größere Sperrpausen geben. Die Zusage der Deutschen Bahn dafür liege vor.

Als Zeitraum für diese, laut Tim Jungmann drei Sperrpausen, gab der für den Tiefbau im Bauamt der Stadt Telgte verantwortliche Mitarbeiter gestern den Zeitraum „Mitte Juli bis Ende Oktober“ an. In diesen Pausen wird die Brücke weiter ertüchtigt, so dass sie im November wieder uneingeschränkt und von allen Verkehrsteilnehmern genutzt werden kann.

Warum das alles so lange dauert? Es war Aufgabe der Stadtverwaltung ein Sanierungskonzept für die Brücke zu erstellen. Das hat sie getan. Das Problem bei der Umsetzung dieses Konzeptes sind jedoch die schon erwähnten Sperrpausen, die die Bahn ermöglichen muss. Nach Auskunft von Tim Jungmann braucht die Bahn für eine Sperrpause als Vorlaufzeit mindestens 35 Wochen. Eine kleine Stadt wie Telgte ist da von einem großen Konzern abhängig, dessen Züge unter Tausenden von Brücken herrollen. „Verhandeln“, so Jungmann, „kann man da nicht.“

Die Brücke wird auf der südlichen Seite mit einer neuen Kappe versehen. Dann muss der Asphalt herunter, um Undichtigkeiten zu beseitigen. Ansonsten könnte eindringendes Wasser für neue Schäden sorgen. Anschließend muss neuer Gussasphalt aufgebracht werden. Ein Geländer ist zu montieren. Ganz wichtig: Ein so genannter Berührungsschutz muss installiert werden. Der verhindere, so Jungmann, das jemand an die Oberleitungen gelangen kann. Dieser Berührungsschutz sorge darüber hinaus dafür, das niemand, der auf der Brücke ist, einen Schlag bekommt, wenn eine Oberleitung reißen sollte.

Zum Schluss – dafür muss die Bahn keine Sperrpause einrichten – wird die Fahrbahn asphaltiert.

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