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Firma hygi.de hilft nicht nur mit Sachspenden

Büros für Flüchtlinge

Telgte

Für Geschäftsführer Christian Bleser und das Unternehmen hygi.de ist es eine Selbstverständlichkeit, den ukrainischen Flüchtlingen, aber auch den im Kriegsgebiet Verbliebenen mit Sachspenden und Unterbringungsmöglichkeiten zu helfen. Auch auf einen Atombombenabwurf ist die Firma vorbereitet.

Von Stefan Flockert

Mehr als eineinhalb Million Menschen – insbesondere Frauen und Kinder – haben die Ukraine verlassen. Die erste Flüchtlinge werden schon bald in Telgte erwartet. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wenn es irgendwo zu helfen gilt, dann ist die Telgter Firma hygi.de stets ganz vorne dabei. Zuletzt hatte sich der Onlineversandhändler für Hygiene- und Reinigungsbedarf mit in seinem Betrieb im Gewerbegebiet Kiebitzpohl durchgeführten Impfaktionen hervorgetan. Nun fordert der Ukraine-Krieg das Unternehmen erneut. Und das an mehreren Stellen. Geholfen wird zum einen mit Spenden für das Kriegsgebiet. Geschäftsführer Christian Bleser und sein Team bereiten sich außerdem intensiv auf die Aufnahme von Flüchtlingen in den firmeneigenen Büroräumen vor.

Christian Bleser berichtet, dass von Privatleuten aber auch von Hilfeorganisationen Wünsche an die Firmenleitung herangetragen würden, ob Hygi nicht Produkte als Spende zur Verfügung stellen könne. Da mussten die Verantwortlichen nicht lange gebeten werden. „Wir haben 45.000 Euro dafür schon freigegeben“, berichtet Christian Bleser. „Waren im Wert von 19.000 Euro sind bereits abgeholt worden.“ In die Ukraine geliefert werden in erster Linie Produkte zur Hände- und Flächendesinfektion, aber auch Pampers, Handtuchpapier und Tupfer.

Da sei zum Beispiel ein Transport des deutschen Paketdienstes aus Melle gewesen, der eigentlich hatte mit einem Sattelzug in Richtung Kriegsgebiet aufbrechen wollen. „Daraus sind vier geworden“, erzählt Bleser.

Auf Hochtouren laufen zudem die Vorbereitungen auf eine Aufnahme von Flüchtlingen. Christian Bleser erwartet, dass schon bald die ersten Züge mit Geflüchteten in Telgte ankommen werden. „Wir müssen uns alle fragen, wo wir sie unterbringen. Jetzt müssen wir alle zusammenhalten. Zur Not können wir die Menschen in unseren Büroräumen unterbringen und auch verpflegen“, so Bleser. Das werde gerade alles geprüft. Natürlich müssten Kreis und Stadt ihre Zustimmung geben. Die notwendigen Voraussetzung zumindest würden die Räumlichkeiten bei Hygi bieten. Auch Sanitärräume und Duschen seien in ausreichender Zahl vorhanden. Wenn Flüchtlinge in den Büroräumen untergebracht werden sollten, müssten die Hygi-Mitarbeiter eben ins Homeoffice gehen. Das könnten andere Firmen im Übrigen auch tun, um Platz zu schaffen, fügt er hinzu.

Video in Kooperation mit dem WDR:

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