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Infoveranstaltung zur neuen Erhaltungs- und Gestaltungssatzung

„Das ist kein Instrument der Gängelung“

Telgte

Eine neue Erhaltungs- und Gestaltungssatzung ist derzeit in der Diskussion. Unter anderem Photovoltaikanlagen sollen dabei in der Altstadt zulässig sein.

-agh-

Eine neue Foto: Große Hüttmann

Eines unterstrich Bürgermeister Wolfgang Pieper bei der Informationsveranstaltung unter dem Titel „Erhalten und Gestalten – Satzungen für die Zukunft der historischen Altstadt“ immer wieder. „Das Ganze ist kein Instrument der Gängelung.“

Sondern vielmehr solle die Satzung dazu dienen, die hohe Gestaltungsqualität in der Innenstadt zu erhalten, Architekten und Planern einen Leitfaden an die Hand zu geben und zugleich klare Vorgaben zu machen, was erlaubt ist und was nicht.

In 17 Paragrafen regelt die Gestaltungssatzung einzelne Aspekte – von gängigen Fragen rund um das Thema Bauen in der Altstadt über die verschiedenen zugelassenen Bestuhlungen der Außengastronomie bis hin zu erlaubten Fenstergrößen.

Vor rund zwei Dutzend Zuhörern, das Gros aus dem Bereich der Politik, stellte Carsten Lang vom Büro Wolters am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung die wesentlichen Änderungen vor.

Das Besondere dabei aus Sicht von Bürgermeister Wolfgang Pieper: „Mehr als 80 Prozent der Festsetzungen der mittlerweile 40 Jahre alten Ursprungssatzung wurden beibehalten.“ Für ihn ein Hinweis dafür, dass das alte Regelwerk gut war.

Und dennoch gebe es neue Anforderungen und Veränderungen, denen mit der Satzung Rechnung getragen werde. Dazu gehören beispielsweise Photovoltaikanlagen, die bislang im historischen Stadtkern nicht zulässig waren, es nun aber bald sind. Zudem sollen Flachdächer beispielsweise von Garagen zukünftig begrünt werden. Ausgenommen ist der Bestand.

Zu Beginn der Vorstellung der neuen Erhaltungs- und Gestaltungssatzung hatte Friedrich Wolters einen Rückblick auf das alte Regelwerk und die Umgestaltung der Innenstadt gehalten. Der „Vater der Altstadtsanierung in Telgte“, wie es Bürgermeister Wolfgang Pieper nannte, erinnerte dabei an die vielen Widerstände, die es gegeben habe. Doch letztlich, dessen war er sich im Rückblick sicher, „hat es sich gelohnt, das auszuhalten“.

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