Die i-Männchen-Klassenanzahl ist erneut ein großes Thema

Der Druck wird wieder größer

Telgte

Die Diskussion um die Frage, ob es für das kommende Schuljahr neun – wie es der Schulausschuss gerade noch einmal mehrheitlich entschieden hatte – oder doch zehn i-Männchen-Klassen geben soll, hat vor der Ratssitzung am 13. Februar noch einmal kräftig an Fahrt aufgenommen.

A. Große Hüttmann

Der Buswendehammer samt Grünflächen lässt laut CDU-Antrag Platz für eine Erweiterung der Don-Bosco-Schule. Foto: Andreas Große Hüttmann

Die Diskussion um die Frage, ob es für das kommende Schuljahr neun – wie es der Schulausschuss gerade noch einmal mehrheitlich entschieden hatte – oder doch zehn i-Männchen-Klassen geben soll, hat vor der Ratssitzung am 13. Februar noch einmal kräftig an Fahrt aufgenommen.

In einem offenen Brief hat sich Professor Dr. Johannes Nathschläger, ein betroffener Vater, an die Ratsmitglieder gewandt, zudem hat die CDU-Fraktion einen Antrag gestellt. Die Forderung darin: „Die Verwaltung soll beauftragt werden, die der Don-Bosco-Schule zur Verfügung stehende Fläche zu vergrößern und eine mögliche Erweiterung in Richtung Wendehammer planerisch vorzubereiten.

Johannes Nathschläger sagt zu seinem offenen Brief: „In den letzten Tagen habe ich zahlreiche Gespräche mit Politikern, der Schulleitung der Don-Bosco-Schule und vielen Eltern geführt. Als Ergebnis habe ich einen offenen Brief verfasst, verbunden mit der Aufforderung, bei der Abstimmung einer provisorischen Lösung für dieses Jahr zuzustimmen und einen sukzessiven Ausbau der Kapazitäten insgesamt auf die politische Agenda zu nehmen“, betont der Hochschullehrer.

Seine Kritik: „Momentan zieht man sich vonseiten des Rathauses auf einen Beratungsprozess zurück, der aber im Kern wohl für die kommenden Jahre überhaupt keine Entlastung durch zusätzliche Kapazitäten verspricht – und das, obwohl gerade mit Blick auf das Jahr 2022/2023 jetzt schon Prognosen seitens der Verwaltung existieren, die von noch einmal 24 Kindern mehr ausgehen. Hier ist daher meiner Meinung nach dringender Handlungsbedarf gegeben.“

Seiner Meinung nach würden die Politiker mit ihrer Stimme über die Bildungs- und Zukunftschancen der Kinder bestimmen. „Schon fünf Schüler pro Klasse weniger, machen da einen Unterschied wie Tag und Nacht. Das sollten uns unsere Kinder allemal wert sein“, schreibt er ihnen ins Stammbuch.

Eine vom Grundsatz her ähnliche Begründung führt auch die CDU bei ihrem Antrag an. „Seit Jahren entwickelt die Stadt Telgte ihre Wohnquartiere vornehmlich im Süden. Die Don-Bosco-Grundschule liegt für diese Quartiere zentral und ist für die Schulkinder gut erreichbar. Allerdings reichen die Kapazitäten der Don-Bosco-Schule bereits seit mehreren Jahren nicht aus, um alle Anmeldungswünsche zu befriedigen“, heißt es in dem Antrag.

Aus drei Richtungen zeichneten sich nach Angaben der CDU Veränderungen ab, auf die die Stadt angemessen reagieren müsse. Das seien:

Die Zahl der Geburten im Stadtgebiet zeige seit geraumer Zeit eine steigende Tendenz. Ihren voraussichtlichen Peak werde diese Entwicklung im Schuljahr 2022/23 mit dann 248 Erstklässlern haben.

Der Wunsch nach Betreuung über die Unterrichtszeit hinaus steige an.

Die bisher vorgesehene maximale Anzahl von Schülern pro Klasse erscheint der CDU sehr hoch zu sein.

Eine Ad-Hoc-Lösung durch das Aufstellung eines einzelnen Klassencontainers ist in den Augen der Christdemokraten nicht zielführend, sondern vielmehr solle der von der Verwaltung vorgeschlagene strukturierte Schulentwicklungsprozess abgewartet werden.

Der Antrag der CDU-Fraktion ziele darauf ab, frühzeitig die Grundlagen der Bereitstellung der notwendigen Flächen zu schaffen. Das ist aus Sicht der Christdemokraten dringend notwendig.

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