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Sperrung des Marktplatzes für Autos

Detaillierte Prüfung statt schneller Entscheidung

Telgte

Noch keine Entscheidung hat der Hauptausschuss am Dienstagabend bezüglich der angeregten Marktplatzsperrung für Autos getroffen.

Noch keine Entscheidung hat der Hauptausschuss am Dienstagabend bezüglich der angeregten Marktplatzsperrung für Autos getroffen. Foto: Andreas Große Hüttmann

Eine Entscheidung darüber, ob der Marktplatz künftig für den Autoverkehr gesperrt wird oder nicht, hat der Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstagabend nicht getroffen. Vielmehr vertagten die Politiker die Entscheidung und folgten einem Verfahrensvorschlag von Bürgermeister Wolfgang Pieper.

Der hatte angeregt, erst wichtige Aspekte wie die verkehrlichen Auswirkungen auf andere Bereiche der Altstadt sowie die Kosten und den (Kontroll-)Aufwand bei einer solchen Maßnahme zu ermitteln. Zudem sollen Betroffene befragt werden, unter anderem die Telgter Hanse und die Anlieger sowie die Bürgerschaft.

Denn, das hatte Pieper zu Beginn deutlich gemacht, einige Aspekte würden seiner Meinung nach für ein solches mehrstufiges Verfahren sprechen. Dazu gehöre vor allem die Tatsache, dass es sich um ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf viele Bereiche handele, die vernünftig bedacht werden müssten. Zudem sei der Kreis Warendorf die anordnende Behörde, auch das müsse dabei berücksichtigt werden.

Karin Horstmann (FDP) sprach von keinem wirklich neuen Thema. Bereits mehrfach sei so etwas diskutiert worden. Insgesamt handele es sich um eine Entscheidung, die behutsam angegangen und sorgfältig abgewogen werden müsse. Zudem sei es ganz elementar, die Akteure der Telgter Hanse einzubinden.

Vom „Kleinod Altstadt“ sprach Sabine Grohnert (Grüne). Die Kommunalpolitikerin begrüßte den Vorschlag Piepers, keine schnelle Entscheidung zu treffen, sondern einen mehrstufigen Prozess einzuleiten. Sie machte deutlich, dass die Grünen grundsätzlich für eine Sperrung seien, sich innerhalb des Gesamtprozesses zur Entscheidungsfindung aber auch ein Probieren von punktuellen Maßnahmen vorstellen könnten.

Als richtigen Ort, um sich eingehend mit dieser Materie zu beschäftigen, sah Christoph Boge (CDU) die Arbeitsgruppe „Masterplan Altstadt“ an, die sich demnächst mit verschiedenen Aspekten rund um das Herz der Stadt beschäftigen soll. Er sprach davon, dass es ein großes Interesse in der Bürgerschaft an dieser Thematik gebe und dass seiner Meinung nach keine einfache Lösung gefunden werden könne.

Klaus Resnischek (SPD) sprach von einer aktuell klaren Präferenz seiner Fraktion, eine dauerhafte Sperrung des Marktplatzes nicht mitzutragen. Er richtete den Blick vor allem auf ältere Menschen oder solche mit Handicap und sprach davon, dass auch die Belange von Apotheken und Arztpraxen berücksichtigt werden müssten. Generell könne sich seine Fraktion mit einem weiteren Bürgerantrag, der recht kurz vor der Sitzung eingereicht wurde, anfreunden. Dieser fordert ebenfalls eine Sperrung des Marktplatzes, aber nur an Sonn- und Feiertagen jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr.

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