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Mitmachaktion bei der Ausstellung „Innenwelten“

Die eigene Geschichte erzählen

Telgte

Mit „Innenwelten“, einer Installation des Vadruper Künstlers Ulrich Trimpe, verabschieden sich die Kulturnomaden von ihrer Ausstellungsreihe in der „Kunokiste“ und läuten gleichzeitig das neue Jahr ein.

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„Innenwelten“ ist die erste eigenständige Aktion des Künstlers Ulrich Trimpe in Zusammenarbeit mit den „Kulturnomaden“. Foto: privat

Mit „Innenwelten“, einer Installation des Vadruper Künstlers Ulrich Trimpe, verabschieden sich die Kulturnomaden von ihrer Ausstellungsreihe in der „Kunokiste“ und läuten gleichzeitig das neue Jahr ein.

„Auch 2021“, so das Gründungsmitglied Arnold Illhardt, „werden wieder viele interessante künstlerische Beiträge in der ehemaligen Telefonzelle an der Musikschule zu sehen sein. Erste Planungen laufen bereits“, verspricht er.

Die „Kunokiste“ existiert mit wechselnden Ausstellungen seit November 2017 und versteht sich nach Angaben der „Kulturnomaden“ als kultureller Eingriff in das öffentliche Leben.

Der in Coesfeld geborene Ulrich Trimpe lebte lange Zeit in Münster, wo er als Künstler und Kunsttherapeut tätig war und immer noch ist, bevor er mit seiner Frau Peet nach Vadrup zog und Anfang des Jahres durch einen Tipp des Bürgermeisters Wolfgang Pieper auf die Kulturnomaden stieß.

Bereits bei der „Kuno“-Aktion „Lichtspielhaus“ mit projizierten Filmsequenzen im Oktober 2020 waren Peet und Ulrich Trimpe beteiligt. „Innenwelten“ ist nun die erste eigenständige Aktion im Zusammenhang mit der freien Gruppe von Künstlern und Kulturschaffenden in Telgte. Mit dem Titel der Installation bezieht sich der Vadruper in doppelter Hinsicht auf die grade in Zeiten von Corona von vielen Menschen erlebte Sehnsucht nach Begegnung und Kommunikation.

Dazu sagt Ulrich Trimpe: „Wir sehen eine junge Frau, die sich in einer einen Quadratmeter großen Telefonzelle eingerichtet hat. Sie ist eingeschlossen, kann nicht hinausgehen. Sie könnte telefonieren, tut es aber nicht. Vielleicht wartet sie auf einen Anruf? Sehnsüchtig, verträumt schaut sie aus dem Fenster und überwindet die räumliche Enge, indem sie die endlose Weite ihrer Innenwelt betritt. Und du? Spürst du ihre Einsamkeit, wirst traurig und empfindest Mitleid? Oder schließt du dich ihr an und machst dich auf den Weg in deine eigenen aufregenden Innenwelten? Oder?

Er ruft alle Interessierten dazu auf, ihre eigene Geschichte zu erzählen und diese unter der Mailadresse utrimpe@muenster.de an ihn zu schicken.

Die Installation verbleibt noch bis Anfang Februar in der „Kunokiste“, betont Arnold Illhardt.

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