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Plattdeutsches Theaterstück drei Mal im Bürgerhaus präsentiert

Dramatisch und lustig zugleich

Telgte

Die Plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins hat im Bürgerhaus drei Mal die dramatische und zugleich lustige Komödie „Miene Frau, mien Hobby un ik“ aufgeführt. Das zahlreiche Publikum dankte der Laienspielgruppe und Regisseurin Jana Toonen mit großem Applaus.

Von Bernd Pohlkamp

Die plattdeutsche Theatergruppe des Heimatvereins erhält nach drei Aufführungen im Bürgerhaus viel Applaus, v.l.: Günter Ruhe, Thea Kerkhoff, Christa Ruhe, Frank Tieskötter, Claudia Kuhlmann, Kai Löbbing, Elisabeth Löbbing (Requisite), Jutta Ruhe (Souffleuse, Maske), Felix Middrup (Technik) und Jana Toonen (Regie). Foto: Bernd Pohlkamp

Plattdeutsches Theater zu spielen, erfordert eine Menge an Lernbereitschaft und Übung: Am Wochenende ist es dem Heimatverein nach der coronabedingten Pause erneut gelungen, das Münsterländer Platt in gleich drei Veranstaltungen an drei Tagen auf die zu einem Wohn-Esszimmer umgewandelte Bürgerhaus-Bühne zu „zaubern“: Das zahlreiche Publikum dankte der Laienspielgruppe unter der Regie von Jana Toonen mit großem Applaus. Denn eine Pointe reihte sich an die nächste, so dass kein Auge trocken blieb.

Doch bevor die dramatische und lustige Komödie „Miene Frau, mien Hobby un ik“ bühnenreif war, hatte Jana Toonen die Qual der Wahl gehabt: Sie suchte nach dem richtigen Stück, es folgte die Wahl der sechs Personen, die die verschiedenen Rollen ausfüllen sollten, und Franz Fockenbrock übersetzte die Komödie in drei Akten von Betti und Karl-Heinz Lind ins Münsterländer Platt. Erst danach konnte das Rollenbuch erstellt und von den Beteiligten einstudiert werden.

Dreimal öffnete sich der Vorhang

Wie das den Laienschauspielern gelang, das konnten mehrere hundert Besucherinnen und Besucher live erleben. Dreimal öffnete sich der Vorhang. Los ging es mit Tönne Kopp (Günter Ruhe). Er steht in seinem Wohn-Esszimmer und erzählt freudestrahlend von seinem beginnenden Rentneralltag. Schon bald könne er sein Leben in vollen Zügen genießen: „Lange ausschlafen, den Tag über faulenzen, gut essen und auch gerne ein bis zwei Biere trinken“, erzählt er dem Publikum. Weil das Rentnerleben gut vorbereitet sein sollte, beschließt er, die Vorzüge jetzt schon zu genießen.

Doch da trifft Tönne Kopp auf den Widerstand seiner Frau Helga (Thea Kerkhoff). Sie kommt zeitgleich in die Wechseljahre und hat ganz andere Vorstellungen vom Rentnerdasein ihres Mannes. Sport und Diät sind angesagt, und ein schönes Hobby soll für Anton her. Um sich den Vorstellungen seiner Frau zu entziehen, lässt er den Salat im Blumentopf verschwinden, isst heimlich einen Burger und sein Hobby hat Tönne bereits selbst ausgewählt: seine Klara, eine Trompete, die laut ist und die ganze Familie nervt. Als dann auch noch die Klara entführt wird, ist Tönne außer Rand und Band.

Kommissar Andreas Brahms (Frank Tieskötter) und sein Assistent Harry Hirsch (Kai Löbbing) lösen den Diebstahl mit List und Mühe auf, und es kommt zu überraschenden Ergebnissen. Denn Tönne war der „Unschuldsengel“.

Verliebter Kommissar

Zwischenzeitlich verliebte sich der Kommissar in Bertha Breda (Christa Ruhe), die Freundin von Helga Kopp (Thea Kerkhoff) und der Assistent Harry Hirsch (Kai Löbbing) in Sophie Kopp (Claudia Kuhlmann).

Die Ereignisse überschlagen sich zum Schluss, und das Publikum staunt über den furiosen Endspurt der Akteure, die sich am Ende der Aufführung dem Publikum vorstellen und verdienten Beifall ernten: Günter Ruhe (Tönne Kopp), Thea Kerkhoff (Helga Kopp, Frau von Anton), Christa Ruhe (Bertha Breda, Freundin von Helga), Frank Tieskötter (Andreas Brahms als Kommissar), Claudia Kuhlmann (Sophie Kopp, Tochter), Kai Löbbing (Assistent Harry Hirsch), Elisabeth Löbbing (Requisite), Jutta Ruhe (Souffleuse, Maske), Felix Middrup (Technik) und Jana Toonen (Regie).

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