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Heimatverein für Spaziergänger im Einsatz

Drei Paten für 260 Bänke

Telgte

Karl Berger, Konrad Runde und Klaus Odendahl sind das „Bänke-Trio“ des Heimatvereins. Sie kümmern sich um 260 Ruhebänke im Stadtgebiet – und machen bei ihren Kontrollfahrten auch ärgerliche Entdeckungen. Schnelles Handeln ist dann oft gefragt.

Bernd Pohlkamp

Foto: Bernd Pohlkamp

Rund 300 Park- und Sitzbänke laden in der Stadt und in den Außenbereichen an Wander- und Radwegen zum Verweilen ein – Westbevern nicht mitgezählt. Jetzt, wo der Frühling startet, wieder mehr Spaziergänger unterwegs sein werden und diese sich auch mal hier und dort eine Verschnaufpause gönnen, möchte der Heimatverein, dass sich seine 260 betreuten Ruhebänke in einem schönen Zustand befinden. Die „Patenschaft“ für diese Bänke haben Karl Berger, Konrad Runde und Klaus Odendahl schon 2014 für den Heimatverein übernommen. Seitdem engagieren sie sich mit Leidenschaft für den Erhalt der Bänke.

Beim „Frühjahrsputz“ traf sich das „Bänke-Trio“ in „seiner“ Werkstatt, um noch einmal den Plan durchzugehen, den Konrad Runde auf einem Tisch ausgebreitet hat. Darauf sind flächendeckend alle Bänke eingezeichnet und fein nummeriert. Regelmäßig fahren sie diese mit dem Fahrrad ab und kontrollieren sie. „So tun wir etwas für den Erhalt unserer Bänke und gleichzeitig auch etwas für unsere Fitness“, haben die drei Oldies ihren Humor nicht verloren. Denn was sie auf ihren Routinetouren erleben, das sei nicht immer schön. Immer wieder entdecken die engagierten Telgter auf den schönen gelben oder weißen Bänken Verschmutzungen, die von Menschenhand aufgemalt wurden. Das sei ärgerlich – und die Verunreinigungen nähmen kein Ende.

Schmierereien besser schnell entfernen

Dabei haben die Bänkebetreuer die Erfahrung gemacht, dass sie den Schmutz schnell entfernen müssen. Denn wenn sich erst einmal ein Graffiti auf der Parkbank befinde, komme es flugs zu weiteren Verschmutzungen. Daher strebt der Heimatverein eine schnelle, allerdings auch aufwendige und kostspielige Beseitigung der illegalen Graffitis vor Ort an.

Reparaturen in der Werkstatt

Doch nicht nur die lokale Reinigung von verschmutzten Bänken haben sich die ehrenamtlich tätigen Telgter zur Aufgabe gemacht. Wenn es sinnvoll erscheint, befreien sie die Sitzgelegenheiten auch von übermäßigem Bewuchs durch Gräser, Kräuter oder Sträucher. Wenn akute Reparaturen defekter Bänke anfallen oder Bänke neu gestrichen werden müssen, dann werden diese abmontiert und in der Werkstatt wieder aufgemöbelt. In dem vorliegenden Plan haben Karl Berger, Konrad Runde und Klaus Odendahl auch Stellen notiert, an denen sie neue Bänke in Absprache mit der Stadtverwaltung aufstellen wollen. Dann erhalten auch diese eine Standortnummer.

Nicht zu vergessen: Wer im Notfall Hilfe anfordern muss und sich an einer Bank befindet, gibt dann per Handy die Standortnummer an und erfährt so schnelle Unterstützung.

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