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Zwei Ehejubiläen und eine Kindstaufe im Hause Röbbelen/Garcia

Dreifacher Grund zu großer Freude

Westbevern

Gleich einen dreifachen Grund zum Feiern gibt es am Sonntag im Hause Röbbelen und Garcia am Mühlenkamp: die Eiserne Hochzeit von Margret und Günter Röbbelen, die Rubin-Hochzeit von Susanne und David Garcia und eine Kindstaufe, nämlich die des jüngsten Urenkels Dean.

Von Bernd Pohlkamp

Zwei Ehejubiläen und eine Kindstaufe gibt es bei den Familien Röbbelen und Garcia in Westbevern zu feiern (v.l.): Susanne Garcia mit Enkel Dean, David Garcia sowie Margret und Günter Röbbelen. Foto: Bernd Pohlkamp

Gleich einen dreifachen Grund zum Feiern gibt es am Sonntag im Hause Röbbelen und Garcia am Mühlenkamp: die Eiserne Hochzeit von Margret und Günter Röbbelen, die Rubin-Hochzeit von Susanne und David Garcia und eine Kindstaufe, nämlich die des jüngsten Urenkels Dean.

Als sich Margret und Günter Röbbelen am 18. Juli 1956 das Ja-Wort gaben, befand sich Deutschland noch im Wiederaufbau. Kennengelernt haben sich Margret und Günter Röbbelen 1950 auf einer Klassenabschlussfeier in Bocholt. Dort wurden sie beide 1936 geboren und heirateten 1956 in Münster. Beide sehnten sie sich nach einer Familie. An ihrem neuen Wohnort in Münster erfüllte sich ihr Wunsch. Als 1969 das siebente Kind zur Welt kam, war die Familie vollständig. Allerdings musste jetzt eine größere Wohnung gefunden werden. Die Familie zog 1970 nach Westbevern um und errichtete am Mühlenkamp ein Wohn- und Geschäftshaus.

Günter Röbbelen, der sich zuvor als Elektromeister selbstständig gemacht hatte, gründete dort einen Fachbetrieb. 40 Jahre lang war er Ansprechpartner für die Kunden.

Margret Röbbelen war als Hausfrau, Mutter, Großmutter und Ur-Oma stets ein wichtiger Teil der Familie. Nach der Volksschule besuchte sie die Hauswirtschaftsschule. Sie engagierte sich überdies sozial, schloss sich der Frauengemeinschaft an, arbeitete im Vorstand mit und hat eine Vorliebe für Handarbeiten und das Kochen. Davon profitiert ihre Familie sowie die mittlerweile 14 Enkelkinder und 20 Urenkel. Denn einmal in der Woche ist bei Margret Röbbelen Pfannkuchentag.

Auch am 18. Juli heiratete Susanne Röbbelen ihren amerikanischen Freund David. Sie hatten sich 1979 in der Telgter Diskothek City-Saloon kennengelernt. David Garcia kam 1979 von Lordsburg im US-Bundesstaat New Mexico nach Telgte. Er war in Handorf stationiert. Er erinnert sich noch genau daran, als er zum ersten Mal deutschen Boden betrat. „Ich kannte bisher kaum Schnee, doch was ich Anfang 1979 hier im Münsterland erlebte, waren riesige Schneemassen und kaum passierbare Straßen.“

Ehefrau Susanne nahm nach der Schule eine Ausbildung zur Verkäuferin auf. Seit 20 Jahren ist sie in der Verwaltung des Studierendenwerks Münster tätig.

Nach ihrer Heirat wohnten Susanne und David Garcia in Westbevern. Sie bekamen drei Töchter und haben inzwischen sieben Enkelkinder. David Garcia ist mit seiner Körpergröße von fast zwei Metern nicht zu übersehen. Davon profitierten auch die Basketballer des TV Friesen. Dort spielte er sieben Jahre lang, bis er mit seiner inzwischen fünfköpfigen Familie für ein Jahr nach Fort Hood in Texas verlegt wurde. Nach einer weiteren Station in Bad Kreuznach trat David Garcia 1992 aus der Armee aus.

Die Rückkehr nach Westbevern war beschlossene Sache. Arbeit fand er beim Studierendenwerk in Münster in der Küche. Dort arbeitet er bereits seit 29 Jahren als Beikoch. Ihre Kinder haben Susanne und David Garcia zweisprachig erzogen.

Die beiden Ehejubiläen und die Kindstaufe verbinden die Familie mit einem großen Familienfest. Alle sind froh, dass eine Feier – unter Beachtung der Rahmenbedingungen – derzeit wieder möglich ist.

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