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Delegiertenversammlung des TV Friesen

Durchgekämpft und durchhalten

Telgte

Die Corona-Pandemie hat auch dem TV Friesen Telgte schwer zu schaffen gemacht. Bei der Delegiertenversammlung wurde aber deutlich, dass es dank des Mitwirkens vieler Mitglieder nun wieder aufwärts geht.

Von Bernd Pohlkamp

Die Mitgliedervertreter in der Dreifachsporthalle mit dem wiedergewählten Vorstand: (v.l.) Marcel Schäfer (Oberturn- und Sportwart), Gudrun Busch (erste Vorsitzende), Theo Wübben (Schatzmeister), Ludger Dahlmann-Plagge (dritter stellvertretender Vorsitzender), Klaus Rüter (zweiter stellvertretender Vorsitzender und Birgit Stukenbrock (Schriftführerin). Foto: privat

Die neue Dreifachsporthalle am Schulzentrum war am Freitagabend Tagungsort der Mitgliedervertreter des TV Friesen. Die Delegiertenversammlung fand in der großen Halle statt, weil dort die Räumlichkeiten die notwendige Fläche für die coronabedingten Hygienemaßnahmen boten. Die Spiel- und Bewegungsfläche war diesmal die Bühne mit Leinwand und Rednerpult. Die Tribüne bot den Delegierten ausreichend Platz. Die erste Vorsitzende Gudrun Busch zog eine gemischte Bilanz. Sie nannte die Pandemie nicht gut für den Sportverein. „Doch wir haben uns durchgekämpft, durchgehalten und mit viel Herzblut unseren Verein mit neuen Ideen und neuen Formaten gestaltet und weiter entfaltet.“

Die Mitgliederzahl in den beiden Coronajahren sei jedoch etwas rückläufig. Sie bewegt sich derzeit um 2500. Es gab in der Corona-Pandemie wenige Möglichkeiten für Präsenzsport und für neue Angebote. Das sei zwar zuletzt besser geworden. Doch die Auswirkungen seien spürbar. So habe es zuletzt jährlich etwa 200 Ein- und Austritte gegeben. Im vergangenen Jahr kamen jedoch keine Neuanmeldungen hinzu. In diesem Jahr verzeichnet der Verein bis Ende August 120 Austritte. Dem stehen 85 Neueintritte gegenüber.

Aktiv hat der Vorstand den Umbau der Dreifachsporthalle begleitet. Es gab dabei auch Enttäuschungen hinzunehmen. Hierbei sprach Gudrun Busch unter anderem vom Harzverbot für die Handballer. Trotz zahlreicher Gespräche, Kompromissvorschlägen und Hinweisen auf die Nachteile für den Handballsport, habe der Rat der Stadt Telgte das Harzverbot durchgesetzt. Die Folge seien personelle Rücktritte und die Auflösung der ersten Handballmannschaft des TV Friesen gewesen. Damit habe die Handballhochburg Telgte einen erheblichen Rückschlag durch die Politik hinnehmen müssen.

Für das seit mehr als zwei Jahren in Planung befindliche Vorhaben eines neuen Vereinszentrums am Gildeweg steht die Ampel inzwischen auf „Gelb-Grün“. Gudrun Busch: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Baugenehmigung in den nächsten Monaten erfolgt und wir weiterplanen können.“

Stolz ist die erste Vorsitzende über die Aktivitäten aller 16 Abteilungen. Gudrun Busch fasste es so zusammen: „Wir sind ein sehr breit aufgestellter Verein. Das großartige Engagement in jeder Abteilung und die damit verbundenen Aktivitäten führen dazu, dass es mit dem TV Friesen wieder aufwärts gehen wird.“

Bei den Neuwahlen zum Vorstand waren sich die Mitglieder schnell einig: Wiedergewählt wurden Jutta Niermann als erste stellvertretende Vorsitzende, Ludger Dahlmann-Plagge als dritter stellvertretender Vorsitzender, Michael Schäfer als Oberturn- und Sportwart sowie Birgit Stukenbrock als Schriftführerin. Neuer erster Beisitzer ist Benedikt Seesing, der die Interessen des Ballettstudios vertritt. Jürgen Fieber wurde als zweiter Beisitzer wiedergewählt. Neue dritte Beisitzerin ist Katrin Schwarte, die für die Leichtathletikabteilung in den Vorstand aufrückt.

Für zwei Jahre gewählt wurde der Ehrenrat mit Barbara Grundmann, Bernd Pohlkamp, Götz Zimmermann und Gerhard Duddeck. Kassenprüfer sind weiter Antonia Lechler (bis 2022) und Christina Wirth (bis 2023). Als neue dritte Kassenprüferin wurde Stephanie Bliesener (bis 2024) gewählt.

Beim Telgter Monopolyspiel, das im vierten Quartal in den Handel gelangen soll, hat sich der TV Friesen den Südbahnhof gesichert.

Nach der Versammlung gab es für die Delegierten noch die Möglichkeit, den neuen in der Dreifachsporthalle integrierten Vereinsraum kennenzulernen.

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