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Grünabfall-Entsorgung am Recyclinghof

Ebenerdige Container bleiben Zukunftsmusik

Telgte

Auf ebenerdige Container zur Grünabfall-Entsorgung müssen die Bürger vorerst weiter verzichten. Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen der Stadt und der AWG, die den Recyclinghof im Kiebietzpohl betreibt.Von Andreas Große Hüttmann

Sarah Meggle-Akcaoglu hat Schwierigkeiten ihren Grünabfall hochzustemmen und im Container zu entleeren. Der Grünabfall auf dem Recyclinghof muss weiter über eine hohe Kante in die Container befördert werden. Foto: Pohlkamp

Aus Kostengründen wird es keine nachträgliche ebenerdige Absenkung der Bioabfall-Behälter auf dem Recyclinghof geben. Das sagte Kämmerer Stephan Herzig im Finanzausschuss.

Nach Beschwerden aus der Bevölkerung und einer entsprechenden Berichterstattung in den WN hätte die Verwaltung die Bioabfall-Entsorgung am Recyclinghof in Zusammenarbeit mit dem Betreiber, der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises, besprochen und geprüft. Demnach sei eine nachträgliche Absenkung der entsprechenden Container mit erheblichen Kosten verbunden. Der Verwaltungsmann nannte keine genaue Summe, sprach aber von „etlichen Zehntausenden“.

Er betonte, dass es im Bedarfsfall aber Hilfe durch die Mitarbeiter des Recyclinghofes gebe. „Bitte sprechen sie die an“, sagte Herzig. Das Angebot habe die AWG noch einmal eindringlich wiederholt.

Der Kämmerer richtete bei seinen Ausführungen den Blick auch über den Tellerrand. Im Kreisgebiet gebe es aktuell zehn Recyclinghöfe. Bei lediglich dreien sei die Möglichkeit einer ebenerdigen Entsorgung gegeben und das auch nur, weil diese meist direkt oder zumindest sehr nahe an Bauhöfen liegen würden. Dann sei das Zusammenschieben des Grünabfalls mit Hilfe eines Radladers möglich. Verwundert habe sich die AWG darüber gezeigt, dass es bei sechs anderen Recyclinghöfen bislang keine Beschwerden analog zu Telgte gegeben habe. Aufklappbare Container zur Grünentsorgung seien aus Sicherheitsgründen nicht zulässig, führte Herzig weiter aus.

Karin Horstmann (FDP) sprach davon, dass das Ganze sicherlich keine optimale Lösung sei, erinnerte aber zugleich an den Zustand vorher. Demgegenüber seien die gesamten Abläufe am Recyclinghof eine deutliche Verbesserung, auch das müsse berücksichtigt werden.

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