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Heinz Titze pflegt Umfeld von „Beermanns Kapellken“

Ein Beitrag für die Allgemeinheit

Westbevern

Rund 20 Jahre („So genau führe ich nicht Buch!“) sorgt Heinz Titze für ein sauberes Umfeld von „Beermanns Kapellken“. Und er ist stets mit Eifer und vor allem Freude bei der Sache.

Von Bernhard Niemann

Heinz Titze bringt sein ehrenamtliches Engagement bereits seit rund zwei Jahrzehnten ein, damit das Umfeld von „Beermanns Kapellken“ in Westbevern einladend aussieht. Der 80-Jährige ist mindestens einmal in der Woche im Einsatz, um zu harken und zu fegen. Im Inneren der Kapelle stellt er jede Woche eine angezündete Kerze auf dem kleinen Altar. Foto: Bernhard Niemann

„Beermanns Kapellken“, am gleichnamigen Hof gelegen, ist nicht nur ein Begriff für die Westbeverner. Auch vielen Wanderern und Radfahrern, die im Sickerhook unterwegs sind und an dem kleinen Gebetshäuschen innehalten – teilweise zu einer kurzen Meditation, teilweise zur Rast, ist ein Begriff. Heinz Titze ist das Bauwerk in diesem Ortsteil sehr vertraut. Einmal in der Woche – und dann für rund eineinhalb Stunden – nimmt er Kurs auf „Beermanns Kapellken“ um dort für Sauberkeit zu sorgen.

„Mir macht die Tätigkeit Spaß, es ist schließlich auch ein Beitrag für die Allgemeinheit“, sagt Titze. Um das Umfeld stets in Schuss zu halten, kommen vornehmlich Harke und Besen im Einsatz. Unmengen an Laub, das von den umstehenden Bäumen herunter kommt, sorgt für eine dicke Schicht an Blättern.

Auch der Pflege der Sträucher, um die Sichtachsen rund um die Kapelle offen zu halten, nimmt sich der 80-Jährige bei seinem ehrenamtlichen Engagement an. Er wird hier und da bei seinem Einsatz von seinem Sohn Fabian unterstützt. Jede Woche wird auch eine Kerze angezündet und dadurch der kleine Altar im Inneren der Kapelle beleuchtet.

Rund 20 Jahre („So genau führe ich nicht Buch!“) sorgt Heinz Titze für ein sauberes Umfeld. Früher fanden sich noch weitere Personen mit ein, seit geraumer Zeit verrichtet er aber mehr oder weniger alleine eine „selbst auferlegte Pflicht“, damit alles beschaulich aussieht.

Bei dem Bauwerk handelt es sich um eine kleine Kapelle, die im Inneren nicht nur über einen kleinen Altar verfügt, sondern auch über zahlreiche weitere christliche Elemente. Über die Entstehung der Kapelle ist nicht mehr bekannt, als dass sie im Jahr 1884 von der Familie Schulze Terborg errichtet wurde. Sie diente wohl schon damals als Station für Prozessionen und war mit 1970 Teil der jährlichen Fronleichnamsprozession in Westbevern. Eine Infotafel mit allen relevanten Daten und Fakten rund um „Beermanns Kapellken“ wurde vor drei Jahren in unmittelbarer Nähe angebracht.

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