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Konzert auf dem Marktplatz leidet unter dem Wetter

Ein bisschen Frieden

Telgte

Das Friedenskonzert „Sound of peace – Part Telgte“ auf dem Marktplatz litt unter dem wechselhaften Schauerwetter. Trotzdem ließen sich Musiker, Organisatoren und Zuschauer die Stimmung nicht verderben.

Auch wenn zwischendurch der Himmel aufriss und die Sonne Wärme verbreitete, das Friedenskonzert auf dem Marktplatz litt unter dem herbstlichen Wetter. Foto: Andreas Große Hüttmann

Eine perfekte Organisation, ein engagiertes Team von Ehrenamtlichen und ein breites und interessantes Spektrum an Künstlern – aber (leider) richtig ungemütliches Wetter.

Frank Ruhlandt und sein Team vom Friedenskonzert „Sound of peace – Part Telgte“ waren am Samstag nicht zu beneiden. Denn kurz vor der Eröffnung hatte es noch aus Kübeln geschüttet, und auch während der ersten Beiträge gingen kurze Schauer nieder. Zudem pfiff ein kalter Wind über den Marktplatz. Entsprechend kamen längst nicht so viele Zuhörer wie erhofft.

Doch Moderator und Cheforganisator Frank Ruhlandt ließ sich seine gute Laune nicht verderben. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung eines lokalen Zeichens für den Frieden. Die Organisatoren von „Sound of peace“ seien beeindruckt gewesen von der Telgter Idee, und damit reihe sich die Emsstadt nun in eine Liste von (Groß-)Städten ein, die ein solches Zeichen setzten.

Übrigens war bereits der Auftakt besonders, denn mit Mikail, der erst vor wenigen Monaten aus der Nähe von Charkiw nach Telgte geflüchtet war, griff ein Ukrainer zur Gitarre und sang seinen Traum vom Frieden. Begleitet wurde er dabei von Sascha und einer kleinen Band um Pastoralreferent David Krebes aus der Gemeinde St. Marien.

Weitere Akteure auf der Bühne waren Small Cutlery (Joana Mertens und Peter Voß), Katrin Jäger mit eigens geschriebenen Geschichten zum Frieden, Elke Berges sowie nach der Straßentheater-Unterbrechung die Gruppen Barnbirds, Phaette Zeiten und Rebuilt. Zum Abschluss sangen alle Beteiligten und Zuhörer „Freiheit“ von Westernhagen.

Doch nicht nur musikalisch war das Konzert besonders. Im Vorfeld hatten die Organisatoren die Telgter Grundschulen gebeten, die Kinder Friedensbilder malen zu lassen. Die knapp 400 Unikate wurden als Postkarten verkauft. Zudem gab es Telgter „Sound of peace“-Buttons, und die Besucher waren aufgefordert, ihre Friedensgedanken zu benennen. Joana Mertens visualisierte diese. Daraus soll ein Poster entstehen, das man erwerben kann. Zudem waren Spendensammler unterwegs. Das Geld ist für die Notfallhilfe Ukraine bestimmt.

Am Ende sagte Ruhlandt: „Eine gelungene Veranstaltung ist vorüber. Mein Herzblut für Sound of peace hat alle Künstler und Helfer so sehr angesteckt, dass sich alle einig waren, ein Zeichen für den Frieden gesetzt zu haben.“

Eingebettet war „Sound of peace“ in das Straßentheater des Schauspielers Peter Trabner, das von den Besucherzahlen her ebenfalls unter dem Wetter litt.

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