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Hygi-Chef fordert mehr bezahlbaren Wohnraum

Ein Brief zum Nachdenken

Telgte

Bezahlbaren Wohnraum für Angestellte mit einem Brutto-Monatsverdienst von 2000 bis 3500 Euro fordert Hygi-Chef Christian Bleser in einem Brief an die Stadtverwaltung und die Politik.

Von A. Große Hüttmann

Bezahlbaren Wohnraum für Angestellte mit einem Brutto-Monatsverdienst von 2000 bis 3500 Euro fordert Hygi-Chef Christian Bleser in einem Brief an die Stadtverwaltung und die Politik.

Es ist sicherlich kein Brandbrief, aber einer, der aufhorchen lässt und zum Nachdenken anregen soll. Christian Bleser, Geschäftsführer von Hygi.de, hat sich mit einem Schreiben an die Stadt und die im Rat vertretenen Parteien gewandt. Das Thema: Bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeiter, deren Brutto-Monatseinkommen zwischen 2000 und 3500 Euro liegt und die entweder bereits eine Familie haben oder diese in absehbarer Zeit gründen wollen.

Denn immer mehr Beschäftigte aus dieser Einkommensschicht finden nach Angaben des Unternehmers keinen adäquaten Wohnraum vor Ort. Die Folge, etliche müssten oft weite Strecken pendeln.

Christian Bleser schreibt: „Die enorme Zunahme von Pendlern aus den unterschiedlichsten Abteilungen – IT, Finanzen, Lager, Einkauf, Kundenservice, Projektmanagement, Marketing – treibt viele neue Arbeitnehmern an ihre Erschöpfungsgrenzen, da vor Ort Wohnraum fehlt.“ Denn nach einem anstrengenden Arbeitstag würden viele noch längere Zeit auf der Straße verbringen, bevor sie endlich ihren wohlverdienten Feierabend genießen könnten. Und morgens müssten sie vielfach sehr früh aufstehen, um rechtzeitig in Telgte zu sein.

„Natürlich gelingt es dem einen oder anderen immer wieder, Wohnraum zu finden, nur ist dies bei einem langjährigen Wachstumskurs im zweistelligen Bereich keine dauerhafte Lösung“, stellt Christian Bleser unmissverständlich klar.

Nach Ansicht des Geschäftsführers würden vor allem Mehrfamilienhäuser fehlen. Konkret spricht er in dem Schreiben von Gebäuden mit mehr als 15 Wohneinheiten, „um die Mietausgaben mit den Einkommen in Einklang bringen“ zu können.

Auch er habe anfangs in einem Mehrparteienhaus an der Bahnhofstraße gewohnt. Neben den rund 50 Quadratmetern Wohnfläche war da noch Platz für ein „Gründungsschreibtisch“, wo die Hygi.de im Jahr 2003 entstand“, erinnert er sich.

Um das Ziel bezahlbarer Wohnraum zu erreichen, sei ein Zusammenspiel vieler Beteiligter, insbesondere der Stadt, notwendig, schreibt der Unternehmer.

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