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Verkehrssituation in Westbevern-Dorf

Ein Bündel an Maßnahmen

Westbevern

Westbevern klagt häufig über Verkehrsprobleme mitten im Dorf. Damit hat sich jetzt der Planungsausschuss befasst und ein Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht.-

Andreas Große Hüttmann

Ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Verkehrssituation und Sicherheit in Westbevern-Dorf hat der Planungsausschuss am Donnerstagabend beschlossen Foto: Andreas Große Hüttmann

Ein umfangreiches Maßnahmenpaket hat der Planungsausschuss beschlossen, das als Ziel Verbesserungen bei der Verkehrssituation und vor allem Sicherheit in Westbevern-Dorf hat. Denn auch wenn laut Bürgermeister Wolfgang Pieper Straßen.NRW bei einem Behördentermin Anfang Juli betont habe, dass der Kreuzungsbereich in der Lage sei, die vorhandenen Verkehrsbelastungen von rund 6000 Kfz in 24 Stunden – davon rund 500 Lkw – aufzunehmen, ein mehrstufiges Vorgehen sei nun aus Sicht der Verwaltung notwendig, um trotzdem am Ende eine Verbesserung und ein Umschwenken der Entscheider zu erreichen.

„Dazu gehört auch das Einschalten aller politischen Ebenen“, sagte Pieper an die verschiedenen Fraktionen gewandt, verbunden mit der Bitte, die jeweiligen Landes- und Bundespolitiker zu informieren. Denn, auch das verhehlte Pieper nicht, obwohl er umgehend die 1200 Unterschriften, die die Initiative in Westbevern gesammelt hatte, nach Düsseldorf geschickt habe, eine Antwort des Landesverkehrsministers habe er bis heute nicht bekommen.

Zu dem Maßnahmenpaket gehört unter anderen:

Die Unterstützung der Unterschriftenaktion, die als Ziel die Sperrung der Ortsdurchfahrt für den überörtlichen Schwerverkehr hat.

Dass die Verwaltung Straßen.NRW bittet, eine Erhebung der Defizite im Kreuzungsbereich vorzunehmen und zugleich die aktuellen Daten über die Verkehrsbelastung in Westbevern-Dorf zur Verfügung zu stellen.

Die Verwaltung soll zudem parallel eine einfache Lichtsignalisierung für alle Straßenäste des Knotenpunktes zur Erhöhung der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern mit dem Landesbetrieb erörtern und auf die Realisierungsmöglichkeiten hin prüfen lassen.

Die Verwaltung wurde beauftragt, die Umgestaltung des Knotenpunktes vorsorglich für das sogenannte UA II-Programm (Um- und Ausbaumaßnahmen unter drei Millionen Euro) anzumelden.

Die Verwaltung wird zudem eine Grundlagenermittlung und Entwurfsplanung erstellen lassen, um eine möglichst durchgängige Befahrbarkeit für Radfahrer zu erreichen.

Zudem soll im ersten Halbjahr 2021 eine Bürgerversammlung abgehalten werden, um die bis dahin erarbeiteten Informations- und Planungsstände vorzustellen und zu diskutieren.

Dieses Maßnahmenpaket stieß auf breite Zustimmung seitens der Politik, auch wenn Josef Strotmeier (CDU) vor zu viel Euphorie warnte, denn im Laufe des Verfahrens seien viele dicke Bretter zu bohren. Der Beschlussvorschlag für die Ampelanlage wurde auf sein Betreiben um eine Praxisprüfung ergänzt. Demnach soll der Verkehrsfluss nicht nur am Computer simuliert, sondern in einem mehrwöchigen Feldversuch erprobt werden.

Sowohl Klaus-Werner Heger (SPD) als auch Christoph Grünewald (Grüne) warnten vor den städtebaulichen Folgen einer „großen Lösung“ wie beispielsweise einem Kreisverkehr. Dadurch werde auch der Dorfkern zerstört. Klare Priorität hat für Detlev Dierkes (FDP) das Thema Sicherheit. Es könne nicht sein, dass der Denkmalschutz möglicherweise höher bewertet werde. Unterstützung beim Thema Sicherheit bekam Dierkes auch von Josef Strotmeier, der zudem davor warnte, dass ein Kreisel den Verkehr verflüssigen und damit unterm Strich am Ende mehr Pkw und Lkw anziehen werde.

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