1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Ein Entertainer für alle Fälle

  8. >

Guido Cantz im Bürgerhaus

Ein Entertainer für alle Fälle

Telgte

Guido Cantz begeisterte im Bürgerhaus das Publikum mit seinem Programm.

Von Axel Engels

Guido Cantz überzeugte auf der Bühne des Bürgerhauses und begeisterte sein Publikum. Foto: Engels

Wenn Guido Cantz wie am Freitagabend im Bürgerhaus die Bühne betritt, dann merkt man sofort, dass ein Profi am Werk ist: Denn es hatte wohl jeder im Saal einen überaus unterhaltsamen Abend, so muss Comedy sein.

Den sympathischen Künstler mit den platinblonden Haaren kennt man von diversen Fernsehauftritten, schließlich ist er mit über 20-jähriger Erfahrung in TV-Gewerbe einer der meistbeschäftigten Moderatoren der Nation. Aber live ist er noch besser. Da merkte man dem „Mann für alle Fälle“ die Erfahrung als Redner im Kölner Karneval an. „Das volle Programm – Ich sehe was, was Du nicht siehst“ hat Kultpotenzial. „Quatsch machen ist wichtig“ – mit diesem Leitspruch begrüßte Cantz die zahlreichen Besucher und danach ging es mit ungebremster Energie durch den Abend.

Herzen im Sturm erobert

Bereitwillig machte das Publikum mit, als der Comedian einen beifallsträchtigen Eingangsauftritt probte. Mit seiner natürlichen Art hatte er die Herzen aller im Sturm erobert, fühlte man sich familiär an die Hand genommen zu einer Reise durch die TV-Geschichte. Viele Dinge, die ihm dabei in den Sinn kamen, hatten die Besucher wohl schon selbst erlebt. Bei den „Betagteren“ waren es Anspielungen auf Schwarz-Weiß-Produktionen und auch die „Jüngeren“ wurden bestens bedient. Dabei streute Guido Cantz immer wieder kleine Anekdoten aus seinem Leben ein. Vom ersten Testbild bis zum Dschungelcamp ist ihm nichts fremd. Er kennt sie alle: Florian Silbereisen genauso wie Lassie, Joko und Klaas. Er verschonte bei seinen ironisch gefärbten Angriffen auf die Lachmuskulatur des Publikums weder Helene Fischer mit ihrer medienwirksamen Geburt noch sich selbst. Aber egal, wen er so durch den Kakao zog, immer wusste er die Grenze des guten Geschmacks zu wahren.

Auch wenn seine schwäbische Tante zuerst kein Verständnis für seinen Berufswunsch hatte, so ist ihre Sorge um die finanziellen Nöte aus Zeiten als TV-Anfängers längst einem Wunsch nach finanzieller Unterstützung gewichen. Solche „Kleinigkeiten“ prägten den Abend, fühlte man sich als Teil der von Guido Cantz kreierten TV-Familie. Wer die ideale Besetzung für das Dschungelcamp wissen wollte, erfuhr so „unwichtigen Dinge“ ebenso wie Geheimnisse um spektakulärste Wetten, die es nicht in Gottschalks „Wetten dass...?“ geschafft haben.

Der Abend hielt nur einen Wermutstropfen im Feuerwerk der Sketche bereit. Die Zeit verging einfach viel zu schnell, aber so etwas passiert eigentlich ja auch nur bei wirklich mitreißenden Shows und dann kann ma

Startseite