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Vadruper Weihnachtsmarkt

Ein Fest für alle Sinne

Westbevern

Glühweinwetter, Sonnenschein, ein abwechslungsreiches Programm sowie ein umfangreiches Angebot: Der Vadruper Weihnachtsmarkt lockte am Sonntag zahlreiche Besucher. Am

A. Große Hüttmann, Bernhard Niemann

Das riesige Lebkuchenhaus, das Franz Rottwinkel (r.) und andere Helfer erstellt hatten, begeisterte nicht nur die kleinsten Besucher des Vadruper Weihnachtsmarktes. Foto: Niemann

Glühweinwetter, Sonnenschein, ein abwechslungsreiches Programm sowie ein umfangreiches Angebot: Der Vadruper Weihnachtsmarkt lockte am Sonntag zahlreiche Besucher. Am Ende des Tages gab es nur zufriedene Gesichter – sowohl bei den Organisatoren als auch bei den Händlern und Gästen.

Als klein, aber fein und als etwas ganz Besonderes bezeichnete die Krink-Vorsitzende Friederike von Hagen-Baaken den Weihnachtsmarkt, der von Bürgern für Bürger organisiert werde. Dass hinter einer solchen Großveranstaltung viel ehrenamtliches Engagement steckt, das wurde nach den einleitenden Worten der Krink-Vorsitzenden deutlich. Neben Franz Rottwinkel, bei dem seit Jahren sämtliche Fäden zusammenlaufen, wurden Hermann-Josef Schulze Hobbeling und die „Wiewelhooker Räuber“ geehrt. Letztere kümmern sich seit zwei Jahrzehnten um die lebendige Krippe, eine der Attraktionen.

Bürgermeister Wolfgang Pieper wählte seine Worte sehr bedächtig und regte zum Nachdenken an. Denn, das machte er deutlich, ein solcher Weihnachtsmarkt sei etwas sehr Schönes, sollte seiner Meinung nach zugleich aber auch Anlass sein, an die zu denken, die weltweit in Kriegsgebieten leben oder unter anderen Repressalien leiden würden.

Nicht nur der Duft, sondern auch der Geschmack der weiten Welt hielt am Sonntag auf dem Weihnachtsmarkt auf besondere Weise Einzug. Eine Gruppe von Flüchtlingen bereitete auf Initiative von Zib in einer Hütte landestypische Speisen zu. „Das schmeckt hervorragend“, waren sich viele Besucher einig. Gleich nebenan verkauften Schwestern des Ordens Maria Stella Matutina, die im Christoph-Bernsmeyer-Haus wohnen, Waren aus eigener Herstellung. Zudem luden sie in die St.-Anna-Kapelle ein, wo sie – abseits des Trubels – meditative Einheiten gestalteten.

Rolf Baumann aus Marl, der bereits zum achten Mal als Beschicker dabei war, lobte den Weihnachtsmarkt als gut organisiert. Hugo Imholt aus Ostbevern bezeichnete ihn als „sehr gut“ und stellte die Gemeinschaft heraus.

Auch kulinarisch hatten die Organisatoren vorgesorgt: Sechseinhalb Zentner Kartoffeln hatten allein die Wiewelhooker Frauen geschält und bereiteten daraus Reibeplätzchen. Eine große Kuchenauswahl war ein Renner. Natürlich gab es auch einen Run auf das Lebkuchenhaus.

Zu einem Weihnachtsmarkt gehören auch vorweihnachtliche Klänge. Zu Beginn stimmte der Musikzug Westbevern-Dorf die Besucher ein. Der Vadruper Fanfarenzug spielte am frühen Nachmittag. Der MGV Eintracht und der MGV Cäcilia waren aktiv. Kinder sangen mit Harald Berger bekannte Weihnachtslieder, und die Kleinen des Kindergartens St. Christophorus stimmten alle mit Liedern auf die Ankunft des Nikolaus ein. Der heilige Mann kam in der Kutsche vorgefahren und hatte im Gepäck Hunderte süße Gaben.

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