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Open-Air-Konzert mit bekannten Film-Musiken

Ein Hauch von Hollywood spürbar

Telgte

Die Klänge von „Fluch der Karibik“ sind mindestens genauso bekannt wie der Sound von Rosaroten Panther. Zusammengestellt mit weiteren Filmhits ergibt das eine besonders klangvolle Mischung. Davon überzeugen konnten sich die Gäste eines Open-Air-Konzerts.

Von Bernd Pohlkamp

„Heidelblech“, Blechbläser des Philharmonischen Orchesters Heidelberg in Sextettbesetzung, wusste mit seinen Darbietungen zu begeistern. Foto: Bernd Pohlkamp

Noch nie erlebte Telgte so viele mit Oscars prämierte Filmmusik-Titel wie in der lauen Sommernacht des Samstags. Für dieses besondere Open-Air-Konzert auf dem Hygi-Gelände hatte der Kultur-Freundeskreis „Heidelblech“, Blechbläser des Philharmonischen Orchesters Heidelberg in Sextettbesetzung, und das Philharmonische Jugendblasorchester des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums gewinnen können. Was beide Musikgruppen an diesem Samstagabend dem Publikum boten, war ein musikalischer Hochgenuss der Extraklasse.

Rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Das Philharmonische Jugendblasorchester des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums und „Heidelblech“ spielten Meisterwerke der Filmmusik. Ganz großes Kopfkino bescheinigte eine Besucherin dem 25-jährigen Franzosen Clément Schuppert. „Diesen Abend werde ich nicht vergessen. Es war so mitreißend.“ Der Franzose spielte auf der Trompete und moderierte gleichzeitig jeden einzelnen Filmtitel. Er tat das in humorvoller und unterhaltsamer Weise. Dabei machte er auch deutlich, welche entscheidende Rolle die Musik in allen Filmen spiele. Ohne sie gäbe es keine großen Emotionen.

Superhit „Skyfall“

In Telgte ging‘s ohne Filme. Den Anfang machte Claudia Mendel mit ihrem JBO. Das Jugendblasorchester präsentierte dem Publikum den kraftvollen Superhit „Skyfall“ nach dem gleichnamigen James-Bond-Film. Mit dieser herausragenden musikalischen Untermalung hatten die Gymnasiasten einen gelungenen Auftakt eines erfrischenden Abends bereitet. Und bevor das Telgter JBO die Bühne verließ, spielte es gemeinsam mit „Heidelblech“ den Filmtitel „Fluch der Karibik“. Donnernder Applaus und viele Komplimente erhielten die Jugendlichen nicht nur für dieses gelungene Zusammenspiel.

„Musik hat eine ungeheure Kraft. Man kann jeden beliebigen Film laufen lassen. Es wäre langweilig und schleppend, aber in dem Moment, in dem man ihn mit Musik unterlegt, bekommt er Leben und Vitalität, die auf keine andere Weise erreichbar sind.“ Das sagte Moderator Clément Schuppert. Er habe diese Aussage von Walter Disney übernommen. Denn der habe immer die Hälfte seines Budgets für die Filmmusik benutzt.

Das Sextett „Heidelblech“ mit Marek Janicki (Bassposaune), Jessica Armstrong (Horn), Martin Hommel und Clément Schuppert (Trompete), Thomas Matt (Tuba) und Damian Schneider (Posaune) präsentierte mehr als die bekannten Filmusikhits von Star Trek, Summertime, Pink Panther, Star Wars, „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder Robin Hood. Es zeigte, dass es auch ruhiger geht: So begann mit der Titanic-Musik der ruhige Teil des Abends. „Jetzt können Sie sich entspannen und auch mal die Augen zudrücken und träumen,“ so Schuppert.

„Heidelblech“ spielte auch verschiedene Musikstücke als Medley und ein musikalisches Potpourri unter der Bezeichnung „A Disney Festival“ mit bekannten Songs aus „Aladdin“, „Hercules“, „die Schöne und das Biest“ und „Arielle die Meerjungfrau“. Zugaben folgten und das Sextett erntete minutenlang stehende Ovationen.

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