1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Telgte
  6. >
  7. Ein weiterer Baustein im Sammlungskonzept

  8. >

Museum Religio und Förderverein arbeiten bei Neuanschaffungen Hand in Hand

Ein weiterer Baustein im Sammlungskonzept

Telgte

Der Förderverein des Museums Religio unterstützt das Haus seit Jahren bei Neuanschaffungen. Aktuell wurden sechs Druckgrafiken – passend zur Ausstellung „Muslimische Lebenswelten in Deutschland“ – angeschafft.

-agh-

Museumsleiterin Dr. Anja Schöne und der Vorsitzendes des Fördervereins, Dr. Rüdiger Robert, präsentieren eine der neu angeschafften Druckgrafiken, andere sind im Hintergrund zu sehen. Foto: A. Große Hüttmann

Wer sich die Exponate der aktuellen Ausstellung „Er gehört zu mir – Muslimische Lebenswelten in Deutschland“ im Museum Religio anschaut, der stellt schnell fest, dass nur ein verschwindend geringer Teil im Besitz des Hauses ist – der Rest sind Leihgaben.

Das ist nicht problematisch für ein Haus, das sich aber in seinem Leitbild als „kulturgeschichtliches Spezialmuseum, in dem die religiöse Kunst und Kultur interdisziplinär für Westfalen und darüber hinaus präsentiert wird“, versteht. Es gibt trotzdem einigen Nachholbedarf – und dabei ist der Förderverein unter der Führung von Dr. Rüdiger Robert seit Jahren sehr aktiv.

Rund 70 000 Euro konnte der Förderverein dem Museum im vergangenen Jahr für verschiedene Zwecke – unter anderem die Erweiterung seiner Sammlung – zur Verfügung stellen. Die Beiträge der insgesamt rund 200 Mitglieder machen dabei nur einen kleinen Teil aus: Sponsorengelder und Zuwendungen, etwa von der Sparkassen-Stiftung, sind die deutlich größeren Posten.

Insofern sind die sechs Druckgrafiken, die beispielsweise historische Ansichten der heiligen Stätten des Islams in Mekka und Medina sowie religiöse Szenen und Gebräuche wiedergeben, nur ein kleiner Teil zur Vervollständigung des Sammlungskonzeptes – aber kein unwichtiger. Etwas mehr als 2000 Euro haben die Grafiken gekostet, die von einem sogenannten Bilderbogen-Sammler stammen.

Ursprünglich als Auftragsarbeiten im Elsass produziert, wurden sie in Ägypten verkauft und sind nun auf Umwegen nach Telgte gekommen.

Das Ganze ist nur ein Baustein in einem Gesamtkontext, in der Fachsprache Sammlungskonzept genannt. „Im Bereich der christlichen Religionen haben wir viele Exponate, in anderen Bereichen aber gibt es Nachholbedarf“, sagt Museumsleiterin Dr. Anja Schöne. Anhand des Konzeptes werde im Vorfeld einer Anschaffung genau geschaut, ob dieser Schritt Sinn mache und dann gegebenenfalls die hauseigene Sammlung – meist mit Hilfe des Fördervereins – erweitert.

Für das Museum hat das Ganze zudem einen weiteren Vorteil. Die Neuanschaffungen, wie etwa die sechs Druckgrafiken, wurden bereits digitalisiert und katalogisiert, um sie dann in einem speziellen „digitalen Museum“ bei Bedarf anderen Häusern für Ausstellungen und andere Zwecke zur Verfügung stellen zu können.

Für Dr. Rüdiger Robert und seine Mitstreiter vom Förderverein Grund genug, weiter intensiv auf die Suche nach Förderern und Zuwendungsgebern zu geben. „Letztlich stärken wir damit das Haus ganz enorm“, sagt er und verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass das Budget des Museums für eigene Neuanschaffungen äußerst gering sei.

Startseite
ANZEIGE