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Zugstrecke Telgte-Münster

Schließung der nicht gesicherten Bahnübergänge kommt nicht wirklich voran

Telgte

Bürgermeister Wolfgang Pieper machte im Planungsausschuss wenig Hoffnung, dass die technisch nicht gesicherten Bahnübergänge bei Telgte zeitnah verschwunden sein werden. Zu viele Fragen seien noch offen. Auch Zuständigkeiten sind nicht geklärt.

Auch an der Abzweigung von der B 51 in Richtung Everswinkel fehlen Schranken und Ampeln. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen. Da nützt es auch wenig, dass Schilder auf die Gefahren aufmerksam machen. Foto: Daniela Allendorf

„Es ist eine ernüchternde Erkenntnis, dass die Uhren auf dem Abschnitt Richtung Münster noch langsamer vorangehen als sonst schon.“ Bürgermeister Wolfgang Pieper machte in der Sitzung des Planungsausschusses wenig Hoffnung, dass die technisch nicht gesicherten Bahnübergänge entlang von B 51 und B 64 in nächster Zeit verschwunden sein werden. Doch, nur wenn das geschehen ist, kann der von vielen Bahnkunden herbeigesehnte Halbstundentakt eingeführt werden.

Wolfgang Pieper hatte zuvor festgestellt, dass die Stecke von Münster nach Rheda-Wiedenbrück zu „den gefährlichsten Strecken in ganz Deutschland“ zählt. „Umso unverständlicher ist es, dass die Prozesse so lange dauern“, so Pieper. Ein Grund liege darin, dass mit der DB Netz, dem ZVM, dem Kreis Warendorf, den Anliegerstädten und dem Landesbetrieb Straßen NRW so viele Akteure mit im Boot sitzen.

Drei nicht gesicherte Übergänge

Auf dem Abschnitt Telgte-Warendorf ist auf Telgter Gebiet schon einiges passiert. Im Zuge des Anschlusses der K 50n an die Alte Warendorfer Straße sind die dortigen unbeschrankten Übergänge verschwunden. Im Bereich „Wallfahrt“ bis hinter den Campingplatz Sonnenwiese sollen bis Mitte 2026 sieben bis acht Übergänge geschlossen werden. In Raestrup soll mit den Bauarbeiten an der Abzweigung Richtung Everswinkel 2026 begonnen werden.

Zwischen Telgte und Münster gibt es auf Telgter Gebiet drei nicht gesicherte Übergänge. Der Rest liegt auf Münsteraner Terrain. Wann diese rückgebaut werden, hängt ganz eng damit zusammen, ob die B 51 bis Telgte ausgebaut wird. Bis das nicht geklärt ist, ist auch nicht klar, wer wirklich die Entscheidungen trifft. Wolfgang Pieper geht davon aus, dass „der Ausbau nicht kommt“. Signale aus dem Landesverkehrsministerium deuteten darauf hin. Wenn es wirklich so kommt, sei Straßen NRW aus dem Spiel. „Dann wollen wir die DB Netz und die Stadt Münster in die Pflicht nehmen“, so der Bürgermeister. „Wir wollen zusammen mit dem Kreis den Druck hochhalten.“

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