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Synodalversammlung in Frankfurt

Eine lernende Gemeinschaft erlebt

Telgte/Frankfurt

Professor Dr. Dorothea Sattler aus Telgte hat an der vierten Synodalversammlung vom 8. bis zum 10. September in Frankfurt am Main teilgenommen.

-bpm-

Dorothea Sattler aus Telgte (hier mit Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück) nahm an der vierten Synodalversammlung teil. Foto: Synodaler Weg/Maximilian von Lachner

Einmal mehr ist aus Sicht von Johanna Müller bei der vierten Synodalversammlung vom 8. bis zum 10. September in Frankfurt am Main deutlich geworden: „Wir brauchen viele Veränderungen in der Kirche.“ Die 18-Jährige aus Marienfeld ist die jüngste Vertreterin beim Synodalen Weg, dem Reformprozess in der katholischen Kirche. Mit dabei war auch Professor Dr. Dorothea Sattler aus Telgte, die sich seit Jahren in diesem Bereich einen Namen gemacht hat. Sie nahm als eine von vielen Expertinnen am Prozess teil.

Als ein zentrales Ergebnis des Synodalen Wegs bezeichnet Johanna Müller die Einrichtung eines Synodalen Rates, der Synodalität auf Dauer sicherstellen soll. „Weiterhin gemeinsam beraten und entscheiden, das ist ein Erfolg“, erklärt die 18-Jährige. Die Bildung eines Synodalen Ausschusses wurde beschlossen, der die Einrichtung des Synodalen Rates vorbereitet.

Mit Dankbarkeit und Erleichterung blickt Prof. Dr. Dorothea Sattler auf die vierte Synodalversammlung zurück. Die Professorin für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Universität Münster ist Vorsitzende des Forums „Dienste und Ämter von Frauen in der Kirche“ und freut sich darüber, dass der Grundtext die erforderliche Mehrheit erhalten hat. „Auch viele Bischöfe sehen hinreichende theologische Argumente, das Thema Ordination der Frau in die weltkirchlichen Gespräche einzubringen“, erklärt die Telgterin, die darin eine Ermutigung sieht.

Als wichtigen Schritt sieht Dorothea Sattler zudem die Beschlüsse mehrerer Handlungstexte, die sich gegen jede Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierungen aussprechen.

Aus Sicht der Theologin ist eine Veränderung in der Kirche erkennbar. „Ich habe in Frankfurt eine lernende Gemeinschaft erlebt, geistlich miteinander verbunden.“ Viele seien nachdenklich geworden, würden lernen, auch andere Menschen zu hören. „Dies zu erleben, macht mir Mut in einem in jeder Zeit wieder erforderlichen Weg der Reformen“, so Dorothea Sattler. Für den weiteren Weg wünscht sich die Professorin unter anderem mehr Aufmerksamkeit für die ökumenische Bedeutung des Synodalen Wegs.

Die fünfte und abschließende Synodalversammlung findet vom 9. bis zum 11. März 2023 in Frankfurt am Main statt.

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